Stadtsoldaten Rheinbach hatten zum „Närrischen Abend“ in die Stadthalle eingeladen
Große Narrenschar erlebte tolles Programm
Rheinbach. Das hat schon Tradition, dass sich die Stadthalle fast als zu klein erweist, wenn alljährlich die Stadtsoldaten der Stadt Rheinbach mit ihrem Kommandanten und Vorsitzenden Willi Hohn zu ihrem „Närrischen Abend“ einladen.
Und das aus gutem Grund. Nicht nur, das Jahr für Jahr dem närrischen Publikum ein Spitzenprogramm auf der Bühne präsentiert wird, sondern weil dieses auch noch bei freiem Eintritt geboten wird.
Und so konnte Willi Hohn, der den Abend auf der Bühne moderierte, auch Ehrengäste aus Politik, Bundeswehr und Vorstände der Karnevals- und Ortsvereine begrüßen. Darunter Bürgermeister Stefan Raetz und der stellvertretende Bürgermeister Claus Wehage. Als Dank für jahrelange Unterstützung erhielten sie vom Stadtsoldatencorps Rheinbach ein auf Leinen gedrucktes Bild von der Künstlerin Janni Feuser mit der Inschrift „20 Jahre Bürgermeister“ und „15 Jahre stellvertretender Bürgermeister“. Für Stefan Raetz und Claus Wehage war das ihr letzter Auftritt auf dieser Veranstaltung als Bürgermeister, da sie bei den Kommunalwahlen im September nicht mehr zur Wahl stehen.
Die Bundeswehr wurde vertreten von Oberst Norbert Schmidt vom Cyber- und Informationszentrum in Rheinbach, der von Hohn besonders begrüßt wurde.
Mitgliederzuwachs bei den Stadtsoldaten
Hohn bat den Landtagsabgeordneten Oliver Kraus (CDU) auf die Bühne. Er hatte angekündigt, ein neues Mitglied in der Stadtsoldaten-Familie zu werden, was sofort an Ort und Stelle protokolliert wurde. Als Zeichen der Zugehörigkeit zu den Stadtsoldaten wurde ihm die Stadtsoldaten-Kappe aufgesetzt. Auch bei den Senatoren des Stadtsoldatencorps gab es Zuwachs. Der Reitercorps-Führer der Bonner Stadtsoldaten, Alexander Schmitz, wurde von Willi Hohn zum neuen Senator der Stadtsoldaten Rheinbach ernannt. Schmitz ist beruflich als Personenschiffer auf dem Rhein tätig. Hier hatte sich die Freundschaft zu den Stadtsoldaten Rheinbach ergeben, als diese im vergangenen Jahr ihr Oktoberfest auf der „Poseidon“ von Alexander Schmitz feierten und er sich spontan bereit erklärte, als Senator anzutreten. Erste Gratulantin war seine Freundin Ivonne Lülsdorf und der Spieß der Bonner Stadtsoldaten, Hans Brock, die Alexander Schmitz nach Rheinbach begleitet hatten.
Dann konnte die Bühnenshow beginnen. Mit großem musikalischem Aufgebot marschierten die Stadtsoldaten in die Stadthalle ein. Hierbei wurden sie von dem über 30-Mann-starken Musikverein „Eifelklänge Eicherscheid“ unter Leitung von Enrico Jansen auf die Bühne begleitet. Sie sorgten von Anfang an für die richtige Stimmung im Saal. Hierzu zeigten die Eigengewächse der Stadtsoldaten ihre Gardetänze.
Begeisterung löste das Männerballett die „Tanzbienen“ aus Neuenkirchen aus, das ein Potpourri aus Helene Fischer-Songs, Traumschiff und aktuellen Hits als Tanzvorlage mit immer wechselnden Kostümen auf die Bühne brachte.
Kölner Traditionscorps begeisterte die Narren
Die Gro-Rhei-Ka Prinzengarde Rheinbach, an der Spitze die Vorsitzende Astrid Faßbender, zogen unter den Klängen vom Spielmannszug Rheinbach mit ihrem Vorsitzenden Holger Schneider in den närrischen Tempel ein. Unter dem Kommando von Lars Klier zeigten die Tänzerinnen der KG ihr Können.
Was dann folgte, war der Test, wie viele Personen auf die Bühne passen. Der Literat und zweite Vorsitzende der Stadtsoldaten, Wilfried Eichen, hatte in dem von ihm zusammengestellten Programm, weder Kosten noch Mühe gescheut. Das wurde unter Beweis gestellt, als das Traditionscorps Ehrengarde der Stadt Köln 1902 e.V. unter Leitung ihres Kommandanten Curt Rehfus und dem Reitercorps-Führer Hajo Jennes mit ihrer großen Regimentskapelle unter Leitung von Thomas Thomassin und eine große Schar an Kavalleristen auf die Bühne drängte. Dem närrischen Publikum bot sich ein imposantes Bild der über 100 in Gelb und Grün uniformierten Kölner Kavalleristen. So kam es, dass die Musik der Ehrengarde Köln sich von der Bühne begeben musste, damit das Tanzpaar Anna-Sophia Beyenburg mit Tanzoffizier Nico Kohr und die Kadetten des Corps Platz hatten, um ihre Tänze zu zeigen.
Die Ehrengarde der Stadt Köln hat seit ihrer Gründung im Jahre 1902 die ehrenvolle Aufgabe, die Jungfrau und den Bauern im Kölner Dreigestirn zu begleiten. Der Prinz wird von der Kölner Prinzengarde begleitet.
Programm der Superlative
Auch das restliche Programm ließ die Narren im voll besetzten Narrentempel nicht auf den Stühlen sitzen. Mit einer atemberaubenden Akrobatik überraschte die Tanzgruppe „High Energie“ aus Euskirchen-Billig. In einer fast 30-minütigen Tanzshow bewiesen sie ihr professionelles Können, was die Narren im Saal mit Standing Ovations belohnten.
Die Band „Fiasko“ aus der nahegelegenen Grafschaft, begeisterte mit ihren Kölsch-Rock Hits und die Kölner Ratsbläser sorgten mit ihrer schmissigen Blasmusik von hoher Qualität für einen krönenden Abschluss. Bei Willi Hohn und Wilfred Eichen sorgte die Musik für rhythmische Bewegungen, die fast schon einer Tanzeinlage gleichkamen.
„Auch im nächsten Jahr werden wir die Veranstaltung wieder durchführen. Alle Veranstaltungen der Stadtsoldaten werden auch in Zukunft kostenlos für die Besucher sein“, so Willi Hohn nach dem „Närrischen Abend“.
Auch für den Karnevalszug am Veilchendienstag haben die Stadtsoldaten eine Überraschung. Freunde der Kavallerie des Kölner Traditionscorps Jan von Werth und der Bonner Stadtsoldaten werden mit ihren Pferden am diesjährigen Zug teilnehmen.
Oliver Kraus (MdL, CDU), als neues Mitglied der Rheinbacher Stadtsoldaten, schunkelte mit den Gästen.
Mit akrobatischen Höchstleistungen begeisterte die Tanzformation „High Energie“ die Narren im Saal
