Allgemeine Berichte | 23.08.2017

Städtepartnerschaftsverein Rheinbach - Deinze

Große Teilnahme am „Canteclaer-Zug“

In diesem Jahr nahmen 30 Uniformierten des „Narrencorps Blau-Gold Rheinbach“ am Canteclaer-Zug teil. Uwe Janzen

Rheinbach. Die Partnerschaft mit der Stadt Deinze in Ostflandern, Belgien, besteht seit dem 19. September 1981 und wurde im Rahmen eines Festaktes feierlich besiegelt. Die Feierlichkeiten in Deinze fanden am Pfingstwochenende 29. bis 31. Mai 1982 statt. Die Städtepartnerschaft kam durch geschäftliche und private Kontakte des Unternehmers und Ratsherrn, Peter Krupp mit dem damaligen Deinzer Unternehmer und Bürgermeister Ernest Van de Wiele zustande. Der Städtepartnerschafts-Verein wurde am 18.02.1983 zuerst als „Stammtischrunde“ etabliert. Am 19. 10.1985 wurde der „Arbeitskreis Deinze“ als offizielles Gremium gegründet und firmierte ab Nov. 1999 als „Partnerschaftsvereinigung Rheinbach-Deinze“. Am 24.09.2014 gab sich die Partnerschaftsvereinigung eine neue Satzung und wurde in „Städtepartnerschaftsverein Rheinbach-Deinze“ umbenannt. Er hat sich folgenden Grundsätzen verpflichtet: Förderung der Städtepartnerschaft und des europäischen Gedankens; Knüpfen von Kontakten zwischen den Bürgern und Vereinen beider Städte; Förderung und Organisation von Freundschaftsbesuchen; Unterstützung von satzungsgemäßen Unternehmungen und Veranstaltungen, die die Städtepartnerschaft fördern. Kultureller Austausch, Jugendaustausch und Öffentlichkeitsarbeit. In Deinze wurde im Sommer 1983 die „Praatgroep Verbroedering“ (Gesprächskreis Partnerschaft) installiert, aus der dann die „Stedelijke Werkgroep Verbroedering Deinze“ (Städtische Arbeitsgruppe Partnerschaft Deinze) hervorging. Deinze ist eine Stadt in der Provinz Ostflandern, hat 28.324 Einwohner und liegt, rund 18 km südwestlich von Gent, an der Autobahn A 14. Deinze besteht aus 11 Ortschaften und liegt in einem Umland, das durch die Landwirtschaft geprägt ist. Die Stadt wird von dem Flüsschen „Leie“ mit seiner malerischen Landschaft durchzogen, die einst Inspiration, für zahlreiche namhafte Maler, war. Deinze wird als Hauptort der ostflandrischen Leieregion angesehen. Deinze wurde erstmals um das Jahr 840 unter dem Namen „Donsa“ erwähnt. Für den Federviehmarkt hat Deinze eine überörtliche und überregionale Bedeutung, denn die dort jeden Mittwoch ermittelten Preise für Geflügel und Eier sind wichtige Daten für die Europäische Union (EU).

So ist es nicht verwunderlich, dass Henne und Ei einen Teil des wirtschaftlichen Geschehens in Deinze symbolisieren und beim alle fünf Jahre stattfindenden „Canteclaer-Umzug“ gefeiert werden.

Viele gemeinsame Aktivität

Seit Gründung des Vereins im Jahre 1981 erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Deinzer Pendant vielschichtige Aktivitäten. Erwähnenswert sind unter anderem die Schüleraustausche der Realschule Rheinbach mit dem „Koninklijk Atheneum Erasmus“ Deinze, gemeinsam mit Schülern der Rheinbacher Partnerstadt Villeneuve les Avignon von 1990 bis 2009. Ein Fußballturnier zwischen Jugendmannschaften aus Deinze und Rheinbach fand 1991 in Rheinbach statt. Bei den Rheinbacher Herbstmessen wurde regelmäßig ein Informationsstand aufgebaut. Fahradtouren in Deinze und Rheinbach wurden für interessierte Bürger beider Städte organisiert. Durch diese Aktivitäten entstanden mit den Jahren feste Freundschaften wie z.B. die der ersten Stunde zwischen der „Brandweer Deinze“ und der „Löschgruppe Queckenberg“ der Freiwilligen Feuerwehr. Auf dem alle zwei Jahre stattfindenden Deinzer „Handwerker-Markt“ wurde Rheinbach von Glasveredlern und Schülern der „Glasfachschule“ mit ihren Arbeiten repräsentiert.

Mitglieder treffen sich jeden dritten Dienstag im Monat

Zurzeit hat der Verein 16 Mitglieder, die sich turnusmäßig am dritten Dienstag im Monat zum Stammtisch zusammenfinden. Ein Mitgliedsbeitrag wird von den Vereinsmitgliedern nicht erhoben. Jedes Mitglied wird allerdings beim Eintritt in den Verein aufgefordert, sich nach Kräften an Aktionen, die zur Finanzierung der Vereinsziele notwendig sind, zu beteiligen. Die Finanzierungsaktionen sind unter anderem die Teilnahme an „Verkaufsoffenen Sonntagen“ in der Kernstadt Rheinbach. Dann werden Belgische Spezialitäten aus unserer Partnerstadt wie z. B. Liköre der dort ansässigen Firma „Filliers“, der größten Geneverbrennerei Belgiens, zum Kauf und Verzehr angeboten. Ein weiteres Finanzierungs-Standbein bietet der Rheinbacher Weihnachtsmarkt, wo „Deinzer Weihnachtspunsch“ und die Likörspezialitäten aus Deinze nun aber erhitzt als „Himmlische Versuchung“ mit einem Sahnehäubchen, angeboten werden. Die Kontakte zu den Bürgern unserer Partnerstadt werden derzeit hauptsächlich auf der musikalisch-kulturellen Ebene gepflegt und ausgebaut. So wurden Partnerschaften zwischen den beiden Musikschulen, dem Chor „Cacilia-Queckenberg“ und „Cantabile´-Deinze“, dem symphonischen Blasochester „Fidelia-Wormersdorf“ und „Harmonie“ geschlossen und durch wechselseitige Konzerte in Deinze und Rheinbach gestärkt. Seit März 2015 sind auch die „Stadtjugend-Parlamente“ der Partnerstädte freundschaftlich miteinander verbunden. Zur Zeit wird versucht, auch Sportvereine aktiv in die Partnerschaft einzubeziehen. Zum alle fünf Jahre stattfindenden „Canteclaer-Zug“ wird turnusmäßig ein „Bürgerbus“ nach Deinze organisiert. In diesem Jahr fand dieser am Sonntag, 21. Mai statt. Der Umzug in Deinze wurde dieses Mal durch eine Abordnung von 30 Uniformierten des „Narrencorps Blau-Gold Rheinbach“ begleitet. Aufgrund des großen Interesses der Rheinbacher Bürgerschaft fuhren in diesem Jahr zwei Busse nach Deinze, die vollständig ausgebucht waren.

Die Pfarrkirche „Onze-Lieve-Vrouw“.

Die Pfarrkirche „Onze-Lieve-Vrouw“.

Das Schloß Oidonk ist eins der Sehenswürdigkeiten.

Das Schloß Oidonk ist eins der Sehenswürdigkeiten.

In diesem Jahr nahmen 30 Uniformierten des „Narrencorps Blau-Gold Rheinbach“ am Canteclaer-Zug teil. Fotos: Uwe Janzen

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