Heimerzheimer Mittagstisch war eine große Hilfe nach der Flut
Großer Dank an das Helferteam
Heimerzheim.Nach der Flutkatastrophe vor zwölf Monaten wurde mit recht immer wieder die große Hilfsbereitschaft bewundert. In Heimerzheim war das Zentrum der Hilfesuchenden und der Hilfsbereitschaft am Pfarrzentrum. Da gab es keine spezielle Lagebesprechung oder Einsatzplanung. Einfach anpacken entsprechend der Möglichkeiten. Dies galt auch für die Zentrale Notunterkunft und Sachspendenausgabe in der Turnhalle und das Angebot „zur Ruhe zu kommen“ in der ev. Kirche und der ev. Kindertagestätte. Neben den offiziellen Einsatzkräften: Feuerwehr, Gemeindemitarbeitern, der Bundespolizei und Katastrophenschutzhilfe usw war es die große Helferschar aus nah und fern, die in den ersten Tagen nach dem 15. Juli Hand anlegten. An diesen Tagen der großen Hilfe hatten sich noch weitere Gruppen zusammengetan, zum Beispiel Jugendliche der freien ev. Kirche, die sich einen Karren schnappten, Brote und Getränke einpackten und damit von Haus zu Haus zogen. So nach dem Motto „wer arbeitet, muss auch essen“. Mittags standen dann unterschiedliche Essensausgaben kostenfrei zur Verfügung. Ein Zusammenhalt, der bekanntlich seines Gleichen sucht. Mitte August waren die Ferien zu Ende und die erste Arbeit war getan. Die große Helferschar hatte sich verabschiedet. Zurück blieben die Betroffenen und zu dieser Zeit vereinzelt Handwerker. Die Möglichkeit, mittags etwas Warmes zu essen, war nicht mehr gegeben. Dies beobachteten Pater Marek und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Elisabeth Wilhelmi Dietrich. „Jetzt müssen wir handeln“ war ihre Devise. Sie besorgten sich eine Kochplatte, einen großen Topf und kochten am ersten Tag eine Erbsensuppe mit Würstchen. Diese Möglichkeit der Mittagsversorgung hat sich herumgesprochen. Schnell stand eine große Schar hungriger Menschen um 12.30 Uhr an der Essensausgabe am Pfarrzentrum. Für Marek war dies die beste Möglichkeit der Seelsorge und es war abzusehen, die Heimerzheimer und Handwerker werden noch Wochen und Monate dieses Angebot nutzen. Das Team musste vergrößert werden und so waren und sind es über 30 Gemeindemitglieder und Freunde, die sich an den Herd stellen, um jeden Mittag etwas leckeres auf den Teller zaubern. Auch die technischen Möglichkeiten wurden den Anforderungen angepasst, und letztlich sind mit Containern, die Rotary finanzierte, gute Räumlichkeiten geschaffen worden. Zu erwähnen sind natürlich auch die vielen Sponsoren, die diese Essensausgabe unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich. Inzwischen hat sich die Notwendigkeit etwas gelegt, jedoch entschieden die Organisatoren, den ca. 30 Gästen, die sich immer noch täglich auf den Weg zum Pfarrzentrum machen, vorerst noch eine Speise und die Möglichkeit zur Kommunikation anzubieten. Denn in den vielen Monaten haben die Helfer gemerkt, dass das Gespräch sehr wichtig ist. Pater Marek hatte das Helferteam zu einem gemütlichen Grillabend eingeladen. Dafür hat er sich selber an den Grill gestellt. „Meinen Dank,“ so sagte er „verbinde ich mit Gottes Segen. Euch, die ihr seit Monaten diese Aktion unterstützt und alle, die sich nach der Katastrophe eingebracht haben.“
