Betreuer-Team und Kinder meistern gemeinsam die NABU-Herbst-Waldwoche trotz Corona
Großer Ferienspaß bei den bunten Herbst-Zaubereien
Meckenheim. Einen zauberhaften Herbst mit viel Spaß und Spiel erlebten trotz Corona 124 Kinder, im Alter von sechs bis 13 Jahren, gemeinsam mit ihren 34 Betreuern und Betreuerinnen bei der diesjährigen 15. NABU-Herbst-Waldwoche Meckenheim. Mit dem bereits bei der Stadtranderholung erprobten, ausgefeilten Hygienekonzept verlief die beliebte Ferienfreizeit wie gewohnt ausgelassen und fröhlich und vor allem draußen.
Trotz des kühlen Herbstwetters brachen alle warm eingemummelt auf zu großartigen und spannenden Aktionen. Auf dem Obsthof Rönn lernten die Kinder, wie man Äpfel pflückt. Jedes Kind ging an diesem Tag stolz mit seinen selbstgepflückten Bio-Äpfeln heim. Ganz nebenbei lernten alle die Bedeutung von Meckenheim als Obstanbaugebiet kennen und dass Bio sowie regional und saisonal Einkaufen gut für die Umwelt ist. Auf dem Baumwipfelpfad von Panarbora ging es hoch hinaus in die Baumwipfel. Dort staunten die Kinder nicht schlecht, wie hoch die Bäume sind. Manch einer kam sich wie Moritz B. (acht Jahre) gar vor wie ein Eichhörnchen. Das weitläufige Gelände war genau richtig für eine große Ferienfreizeit unter Coronaschutzbedingungen. Es bot viel Platz mit vielen Spiel- und Erlebnismöglichkeiten an der frischen Luft. Ein weiteres Highlight war das große Eichelnsammeln im Wald. Die elf festen Bezugs- Gruppen mit ihren zehn bis zwölf Kindern plus ihren zwei Betreuer*innen und je einem Praktikanten sammelten gut verteilt die beliebte Eichhörnchen-Nahrung zum Zwecke einer Aufforstungs-Aktion. Unter dem fachmännischen Blick von Forstaufseher Wolfgang Seidel wurden die gesammelten Eicheln gewogen. Das stolze Sammelergebnis betrug 65,5 kg. Eine Gruppe allein sammelte gar 11,3 kg, fast ein kg pro Sammler. Die gesammelten Eicheln werden an Stellen ausgesät, an denen der Wald durch Sturm- oder Trockenheitsschäden Löcher entstanden sind. „Dort sollen dann neue Eichen wachsen, da diese mit der Trockenheit gut klarkommen“, erklärte Wolfgang Seidel.
Die Kinder trugen also durch ihr Sammeln dazu bei, dass neuer Wald gepflanzt wird. Als Dankeschön erhielt jedes Kind dafür das Buch Plant-for-the-Planet. Diese Aktion gründete der damals neunjährige Felix Finkbeiner 2007. Es zeigt, dass auch Kinder bereits großartige Ideen entwickeln können, um die Welt zu retten. Natürlich konnten es sich die Teilnehmer nach den Ausflügen und Aktionen draußen auch drinnen gemütlich machen. Dank der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Meckenheim hatte jede Gruppe ihren eigenen Raum mit Waschbecken und separatem Ein- und Ausgang, eigene Toiletten und draußen ihren Spielbereich. Die Freizeit war wieder auf das Atrium des KAG und auf das Mosaik aufgeteilt. Der Schock des ersten Morgens, den der Einbruch ins Atrium verursachte, war im fröhlichen Treiben dann auch schnell vergessen. Dank der tatkräftigen Unterstützung durch die Hausmeister und die Gebäudereinigung konnten, der durch das Feuerlöscherpulver entstandene Schaden, rasch behoben und das Atrium am Ende des ersten Tages bezogen werden.
Wie bereits bei der Stadtranderholung war das Team noch größer als gewöhnlich. 22 Betreuer*innen, neun Praktikant*innen und das Leitungs-Team, um die Dipl. Biologin Silvia Johna und ihren Stellvertreter, Tim Roth, sowie Marius Giesen als Coronaschutz-Beauftragtem, sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Besonders schön, dass aufgrund des späten Semesterbeginns einige „alte Hasen“ des Teams noch einmal mitmachen konnten.
Anna Rehling (22 Jahre) freute sich riesig darüber und schwärmte: „Da ich bereits als Kind mit Silvia im Wald war, fühle ich mich hier einfach Zuhause. Neben viel Spaß bringt mir die Arbeit hier auch viel praktische Erfahrung für mein Studium der Grundschulpädagogik.“. Auch Jonas (22 Jahre) und Patrick Altendorf (23 Jahre) waren bereits als Kinder dabei und sind seitdem sie 16 Jahre alt sind im Team. Sie freuten sich besonders über den Spaß der Kinder und den großartigen Teamzusammenhalt.
Die Einhaltung der umfangreichen und längst erprobten Hygienemaßnahmen liefen während der Freizeit erneut wie von selbst. So nutzte die Leiterin, Silvia Johna, beim Abschied die Gelegenheit, den Eltern und ihren Kindern, die gruppenweise mit Abstand auf dem Schulhof zusammengekommen waren, für den reibungslosen Ablauf zu danken. Denn eine Ferienfreizeit in dieser Größe lässt sich nur durchführen, wenn alle mit Abstand zusammenhalten. Johna sah die Hauptziele erreicht. Die beteiligten Menschen hatten eine schöne gemeinsame Zeit, konnten neben Kürbis und Insektenglocke viele unvergessliche Erlebnisse mit nach Hause nehmen, genau wie das gute Gefühl, dass jeder etwas für seine Umwelt tun kann.
Impressionen der Herbst-Zaubereien und viel mehr sind auf der Homepage, www.stadtranderholung-meckenheim.de einzusehen, genau wie das Programm der Indianer-Waldwochen 2021 und der Herbst-Waldwoche 2021. Nächsten Sommer ist es wieder soweit und es heißt „Herzlich Willkommen“. Ob mit oder ohne Corona-Bedingungen, spannend wird es alle mal.
Für weitere Fragen: Silvia Johna, Tel. (01 77) 6 05 69 41.
