Martinus-Gymnasium Linz
Großer Umwelttag
Das gemeinsames Ziel: Clean-Up Linz, eine saubere Stadt für uns alle!
Linz. Corona und Dauerregen konnten die ersten Anläufe für einen großen Umwelttag am Martinus-Gymnasium zunächst verhindern, am 14. September aber war es soweit: Die ganze Schulgemeinschaft, angeführt von der Nachhaltigkeits-AG und dem Umweltausschuss ging ans Werk. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich 12 Klassen, ausgerüstet mit Handschuhen, Greifzangen und Warnwesten auf den Weg, die Innenstadt Linz, das Rheinufer und den Rheinsteig von Müll zu befreien. Das gemeinsames Ziel: Clean-Up Linz, eine saubere Stadt für uns alle! Durch ihre Warnwesten fielen die Schülerinnen und Schüler gehörig auf und konnten allein schon dadurch die Menschen von der Wichtigkeit ihres Handelns überzeugen. In zahlreichen Gesprächen machten sie besonders darauf aufmerksam, dass achtlos weggeworfene Zigarettenstummel, die überall zu finden waren, eine große Gefahr für die Umwelt bedeuten. Nur eine Kippe verunreinigt 40 Liter Grundwasser! Um Raucher dazu zu motivieren, ihre Kippen nicht auf den Boden zu werfen, wurden Taschenaschenbecher vom Kölner Verein Tobacycle verschenkt. Dazu gab es einen Flyer, der dieses neue Sammelsystem für Zigaretten erläutert. Die meisten Raucher reagierten positiv und zeigten Bereitschaft, zukünftig einen Taschenaschenbecher zu benutzen und sich sogar beim Verein zu registrieren.
Eine Klasse begleitete den Linzer Bauhof bei seiner täglichen Arbeit, die Stadt für Bürger und Touristen sauber zu halten. Dass man Kunst auch kostengünstig und nachhaltig herstellen kann, bewiesen einige andere Klassen: Es wurden „Müllskulpturen“ gefertigt, aus alten Kartons Schaukästen hergestellt, die „Müllfriedhöfe“ mit den Verrottungszeiten des Mülls zeigen, ein selbst gestalteter, recycelter Bücherschrank lädt zum Tauschen von Büchern ein. Ferner zeigt eine Ausstellung, wie hoch die CO2 Emissionen eines Frühstücks sind. Ein anderer Kurs beschäftigte sich mit einem Energiesparkonzept für die ganze Schule. Schüler der MSS untersuchten Wasserproben des Rheins, ein anderer Kurs untersuchte organischen Müll unter dem Mikroskop. Was Wald und Landwirtschaft mit Umweltschutz zu tun haben, erfuhren die Schüler beim Besuch des Försters, des Solawi Kathringer Hofs und des Hofs Ronig. Bienen als „Retter der Umwelt“ lernten die jüngsten Schüler beim Vereinsvorsitzenden des BZV Uwe Hüngsberg kennen, die Schüler Luke Schneider und Ben Mönch bauten ein komfortables Bienenhotel, das von einem Oberstufenkurs aufgefüllt wurde. Herr Amthauer, Bildungsreferent des Eine-Welt-Ladens in Linz, erläuterte den Schülern den Zusammenhang zwischen Umweltschutz und Fairem Handel.
„Unsere Umwelt gehört uns allen, wir alle haben aber auch die Verpflichtung, uns gemeinsam dafür einzusetzen. Diese Aufgabe nehmen wir ernst und deshalb wollen wir mit unserem Umwelttag aktiv Zeichen setzten: Überzeugen statt Jammern! Handeln statt Reden!“ Der neu geschlossene Kooperationsvertrag mit der Stadt Linz ist ein guter Start in eine aktive Zusammenarbeit. Stadt und Martinus-Gymnasium unterstützen sich gegenseitig bei dem Bemühen um eine lebenswerte, umweltfreundliche Stadt Linz mit aufgeklärten, aktiven jungen Menschen. Herr Muthers, der Erste Beigeordnete der Stadt Linz, besuchte zum Abschluss das MGL und war begeistert von so viel Engagement. Das Feedback der Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen war rundherum positiv: „Wir haben gelernt, dass wir zusammen etwas erreichen können.“ Besonders hervorzuheben sind alle, die diesen besonderen Tag mitgestaltet und mit Leben gefüllt haben, ganz besonders der Bauhof, der am Ende des Clean-Ups den gesammelten Müll vom Schulhof abholte.
