Allgemeine Berichte | 20.06.2016

AWO Rheinland e. V. Bezirkskonferenz

Großer Vertrauensbeweis für Rudi Frick

Fünfte Amtszeit für den 69-jährigen AWO-Bezirksvorsitzenden

Rudi Frick (1.v.l.) wurde bei der 24. Bezirkskonferenz der AWO in seinem Amtweidergewählt Reuter

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Eine Ehre für den Kreis Ahrweiler und eine herausragende Bestätigung für Gimmigens langjährigen Ortsvorsteher Rudi Frick und AWO-Bezirksvorsitzenden war die 24. Bezirkskonferenz des AWO-Bezirksverbandes Rheinland in der Landskroner Festhalle. Eine Ehre für den Kreis, weil der Bezirksverband Rheinland zum ersten Mal in seiner Geschichte zur Konferenz in den Ahr-Kreis einlud, ein dickes Lob für Rudi Frick, weil die knapp 100 Delegierten ihn mit 92-prozentiger Zustimmung erneut zum Vorsitzenden der AWO Rheinland wählten. Gastredner in der Konferenz am Morgen war der rheinland-pfälzische Staatssekretär im Sozialministerium, David Langner (SPD). Er lobte das hohe Engagement der AWO in der Arbeit mit Menschen. Langner betonte, die Arbeiterwohlfahrt stehe für Humanität, soziale Gerechtigkeit, gegenseitigen Respekt sowie gleichberechtigte Teilhabe. Diese Werte würden die Leitlinien und Leitsätze des Wohlfahrtsverbandes bestimmen. Besonders begrüßt wurden Kreisstadtbürgermeister Guido Orthen, AWO Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Stadler sowie Vera Apel-Jösch, Gründerin der „Westerwälder Clown Doktoren“. Orthen dankte ebenfalls der AWO für ihr selbstloses Engagement in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Vorstand des AWO Bezirksverbandes Rheinland stellte die Konferenz unter das Motto „Tradition, Wandel. Vorwärtsgehen!“ Neben der Neuwahl des Vorstandes für weitere vier Jahre standen Anträge zu den Themen Führungsstruktur, Weiterentwicklung und Stärkung der Kreis- und Stadtverbände sowie der Ortsvereine. Beraten wurde eine Verbesserung der Kinder- und Jugendarbeit, die Erlangung eines Parkausweises für gehbehinderte Menschen und das Schaffen neuer rechtlicher Voraussetzungen, damit einer immer älter werdenden Gesellschaft eine Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglicht wird. Die Bezirkskonferenz vertrat 18.600 Mitglieder der rheinland-pfälzischen Mitglieder in 190 Ortsvereinen.

Rudi Frick großartig engagiert

Rudi Frick war viele Jahre Mitglied des Kreistages Ahrweiler und des Stadtrates Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Jahr 2000 wurde er erstmals zum Vorsitzenden des AWO-Bezirksverbandes Rheinland/Hessen-Nassau gewählt. Er engagiert sich außerdem als stellvertretender Vorsitzender im Bundespräsidium der AWO; ist Vorsitzender der AWO International, arbeitet seit Jahren im Vorstand von Solidar, ist seit 2011 Vorstandsmitglied des Bündnisses „Aktion Deutschland hilft“ sowie Vorsitzender des Instituts für Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Frankfurt. Der wiedergewählte Vorsitzende Rudi Frick des AWO Bezirksverbandes betonte gegenüber den Delegierten, dass Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Mitglieder in der Arbeiterwohlfahrt untrennbar verbunden seien: "Nur sie ermöglichen allen Menschen ein Leben in Würde und sicherem sozialen Frieden. Dem galt und gilt unsere ganze Aufmerksamkeit!“

Innovation wird angestrebt

Weiter sagte er: “Innovation und das Bemühen um das Wohl des Menschen in Staat und Gesellschaft waren und sind das Ziel der sozialpolitischen Arbeit in unserem Bezirksverband!“ Im Gespräch mit „Blick aktuell“ umriss Rudi Frick das für ihn wichtigste Ziel in den kommenden vier Jahren als wiedergewählter Vorsitzender. „Ich möchte die Organisationsstruktur nachhaltig durch Veränderung verbessern!“ Frick strebt einen hauptamtlichen Vorstandsvorsitzenden für die AWO Rheinland an, damit der ehrenamtlich tätige Vorstand in seiner Verantwortung entlastet wird. „Immerhin setzt der Bezirksverband im Jahr 90 Millionen Euro in seiner Sozialarbeit um. Hinzu kommen 80.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen, die es gilt, verantwortlich in Projekte zu investieren!“ Frick rät den Ortsvereinen, neue ehrenamtlich tätige Mitglieder zu gewinnen durch zeitlich überschaubaren Einsatz der „Neuen“ in der Umsetzung projektbezogener Ideen. Frick: „In unserer heutigen Zeit wollen viele Bürger nicht einfach nur Mitglied in einer Organisation sein. Es ist leichter, sie für eine Mitarbeit zu gewinnen, wenn diese projektbezogen ist und die Zeitdauer überschaubar bleibt; beispielsweise kann man gebrauchte Elektrogeräte reparieren, Fahrräder wieder instand setzen oder gar einen Kinderspielplatz schaffen!“ Frick berichtete, dass der gastgebende AWO-Kreisverband Ahrweiler 570 Mitglieder in den sechs Ortsvereinen Bad Neuenahr-Ahrweiler, Bad Breisig, Brohltal, Oberwinter, Remagen und Sinzig habe. Die Arbeiterwohlfahrt sei seit über 90 Jahren in der der Freien Wohlfahrtspflege engagiert. Sie sehe ihre Hauptaufgabe darin, sozial schlechter gestellte Menschen zu unterstützen. So betreut sie hauptsächlich Menschen mit Behinderungen, engagiert sich in der Seniorenbetreuung, leitet ambulante Dienste, darunter sozialpflegerische Dienste; Tages- und Werkstätten für Arbeitslose, betreibt aber auch Kindergärten, offene Ganztagsschulen, psychiatrische und forensische Kliniken, Einrichtungen für Ferienfreizeit, hilft mit in der Flüchtlingsintegration und öffnet ihre Beratungsstellen für Menschen in Notlagen, Migranten oder Asylbewerber.

"Clown-Doktoren" helfen

Jüngstes Projekt der AWO Rheinland sind die „Clown-Doktoren“. „Das hat nichts mit Zirkus zu tun, so Rudi Frick gegenüber Blick aktuell, sondern engagierte Frauen und Männer aus den unterschiedlichsten Berufs- und Altersgruppen ließen sich zu ehrenamtlichen Clown-Doktoren ausbilden. Sie besuchen beispielsweise an Demenz erkrankte Seniorinnen und Senioren und spielen Kind, damit die älteren Menschen in sich wieder Ressourcen entdecken, dem „Kind“ helfen zu wollen.

Rudi Frick (1.v.l.) wurde bei der 24. Bezirkskonferenz der AWO in seinem Amt weidergewähltFoto: Reuter

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