In einem riesigen Martinszug leuchteten die Kinderaugen mit den Laternen um die Wette
Großes Martinsfeuer am Henry-Dunant-Platz begeistert hunderte Kinder
Sankt Martin, alias Günter Schmittgen, hoch zu Ross begleitete die Kinder - Verschönerungsverein verteilte die Martinswecken
Remagen. Im wahrsten Sinne knubbelvoll präsentierten sich am Donnerstagabend der Remagener Marktplatz und die Straßen drumherum. Hunderte, geschätzt weit über 400, Kinder waren zum Marktplatz gekommen, um einen wirklich riesigen Martinszug zu erleben. Ob Eltern mit Kleinkindern oder Kindergartenkinder mit Eltern und Großeltern, ob die vier mehrzügigen Grundschulklassen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, alle waren dabei, um den Martinszug zu erleben. Die Begrüßung oblag dem Martinsausschussvorsitzenden und Ortsvorsteher Wilfried Humpert gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Verschönerungsvereins Wolfgang Dahl. Auch Pastorin Elisabeth Reuter hieß die Kinder willkommen und sang gemeinsam mit ihnen ein Martinslied und wünschte den Kindern ein wunderschönes Erlebnis.
Vom Marktplatz aus setzte sich der riesige Martinszug in Bewegung. Über den Parkplatz hinter dem Rathaus ging es zur Kirche, wo Sankt Martin hoch zu Ross auf die Kinder wartete. Weiter ging es in die Bachstraße und erneut am Marktplatz vorbei in die Fußgängerzone Richtung Süden. Angeführt und begleitet wurde der Martinszug von der Feuerwehr und dem DRK sowie zahlreichen ehrenamtlichen Vereinsvertretern. Den Schluss des Zuges bildete Sankt Martin hoch zu Ross. Ziel war nach einem recht zügigen Spaziergang das Vereinsheim des Roten Kreuzes auf der Ecke Goethestraße/Alte Straße. Dort hatte die Feuerwehr mit der Jugendfeuerwehr ein riesiges Martinsfeuer auf dem Henry-Dunant-Platz vorbereitet, das kurz vor Eintreffen des Martinszuges in Brand gesetzt wurde. Für die Kinder war das große Martinsfeuer ein Erlebnis.
Wochenlang hatten die Kinder im Vorfeld mit Eltern, Erzieherinnen im Kindergarten und dem Lehrerteam in der Grundschule ausgeschnitten, geklebt, Transparentpapier eingesetzt und vieles mehr, um eine tolle Martinslaterne zu basteln. Am Donnerstag zogen die Kinder dann voller Stolz mit ihren hell erleuchteten Laternen durch die Straßen und Gassen von Remagen. Im Anschluss an die Grundschulkinder, die klassenweise gingen und von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet wurden, folgten die Eltern mit den Klein- und Kindergartenkindern. Schier unglaublich breit war die Palette der Farben und Formen der leuchtenden Fackeln. Ob kleine Pinguine, Geister, Gruselmonster oder Herbstmotive, ob Häuschen oder Tiere, alle hatten sich gemeinsam mit den Kindern die schönsten Motive für eine Martinslaterne einfallen lassen. Die Kinderaugen leuchteten mit den Martinslaternen regelrecht um die Wette. Schön geschmückt hatten die Anwohner mit brennenden Kerzen und Fackeln ihre Häuser, sodass die Kinder die Martinsumzüge zu einem wahren Erlebnis wurden. Und damit die Martinslieder kräftig gesungen werden konnten, wurden die Kinder von dem Remagener Panikorchester, dem Bläserkorps der Remagener Stadtsoldaten, dem Spielmannszug Rheinklänge und den Blechpänz des katholischen Posaunenchors musikalisch begleitet. Und natürlich war das riesige Martinsfeuer, das die Kinder am Donnerstagabend auf dem Henry Dumont-Platz, Ecke Alte Straße/Goethestraße, bewundern konnten, der Renner. Das riesige Feuer leuchtete weithin sichtbar. Die Kinder und Eltern bestaunten das Feuer rundum den Platz stehend. Im Anschluss verteilte der Verschönerungsverein Remagen in den Räumlichkeiten des DRK-Ortsvereins Remagen die Wecken und der Förderverein der Grundschule Remagen bot ebenfalls in den DRK-Räumen, kalte und heiße Getränke zum Aufwärmen an. Und wer dann noch wollte, der konnte im Rheinklängeheim den traditionellen Döppekoche genießen, wozu der Martinsausschuss eingeladen hatte.
AB
Die Kinderaugen leuchteten mit den Martinslaternen um die Wette.
