Abiturienten des SJG spenden ihr Abiturball-Budget an krebskranke Kinder
Großzügige Spende der Abiturienten an die Kinder
Rheinbach/Bonn. Eine kleine Delegation des Abiturjahrgangs 2020 am Erzbischöflichen St. Joseph Gymnasium (SJG) in Rheinbach hat dem Förderkreis Bonn an der Universitäts-Kinderklinik Bonn einen Besuch abgestattet, um eine Spende zu übergeben.
Der Jahrgang, der aus 127 Abiturienten besteht, hat, wie alle in diesem Jahr, ein durch Corona geprägtes Abitur und somit auch einen etwas anderen Abschluss der Schullaufbahn hinter sich, als es ursprünglich geplant war. Die Planungen beinhalteten beispielsweise einen großen festlichen Abiturball. Zur Finanzierung dieses Festes hatte der Jahrgang seit der 10. Klasse unzählige Aktivitäten und Veranstaltungen durchgeführt, um die Kosten des Balls decken zu können. Zum Glück war zum Ende des Schuljahres im Juni 2020 wenigstens eine von den Hygienebestimmungen geprägte kleine Abschlussveranstaltung mit Zeugnisübergabe möglich, so dass dieser Lebensabschnitt zu einem vernünftigen Abschluss gebracht werden konnte. Es verblieb allerdings ein Guthaben auf dem Jahrgangskonto.
Die Frage, was mit diesem Geld passieren sollte, war schnell geklärt : „Wir durften alle eine behütete Kindheit und Jugend erleben und haben ohne große Sorgen das Erwachsenenalter erreicht, jetzt wollen wir etwas zurückgeben.“
Nach einem selbst unter CoronaBedingungen regulären Schulabschluss wissen die Abiturienten zu schätzen, dass sie nun die unbezahlbare Möglichkeit haben, in ein Erwachsenenleben zu starten, das ihnen grundsätzlich alle Chancen bietet und dass sie sogar die Freiheit haben, selbst zu entscheiden, wann und wie dieser Start stattfindet. „Wir möchten mit unserer Spende diejenigen unterstützen, die all diese Möglichkeiten nicht haben.“
Daher wurde der Entschluss gefasst, an den Förderkreis zu spenden, der seit über 30 Jahren krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern unterstützt, da sich die Schülerinnen und Schüler des SJG sicher sind, dass ihr Geld dort eine extrem sinnvolle und notwendige Verwendung findet.
So konnte Hannah Braun in Vertretung ihres Jahrgangs am heutigen Tage einen Scheck in Höhe von 3.300 Euro an Herrn Hennemann, den Geschäftsführer des neuen Familienhauses des Förderkreis, übergeben. Dass eine persönliche Übergabe und ein Gedankenaustausch selbst in diesen besonderen Zeiten möglich waren, hat beide Seiten sehr gefreut und die Spendenaktion abgerundet.“
