Allgemeine Berichte | 03.03.2016

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geht nach Hennef

Günter Kania erhält die hohe Auszeichnung

Bundesverdienstmedaille für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement verliehen

(v.l.n.r.) Landrat Sebastian Schuster, Günter Kania, Bürgermeister Klaus Pipke. Stadt Hennef

Rhein-Sieg-Kreis. (ke) – 1951 stiftete Theodor Heuss den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Er bringt den Dank unseres Staates denjenigen gegenüber zum Ausdruck, die sich über das übliche Maß für das Allgemeinwohl einsetzen. Jetzt erhält auch Günter Kania im Rathaus der Stadt Hennef von Landrat Sebastian Schuster die Ordensinsignien. Der Bundespräsident hat ihn für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement insbesondere im kommunalpolitischen Bereich mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet.

Seit 1984 ist Günter Kania Mitglied des Rates der Stadt Hennef, seit 1997 Vorsitzender des Vergabeausschusses. „Über viele Jahre war er jede Woche für mehrere Stunden im Bürgerbüro Ansprechpartner für die Menschen in Hennef, die mit seiner Hilfe Angelegenheiten mit der Stadtverwaltung regeln wollten“, heißt es in der amtlichen Ordensbegründung.

Von 1990 bis 1995 gehörte der Hennefer dem Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises an. Über drei Wahlperioden war Günter Kania zudem ehrenamtlicher Geschäftsführer der CDU-Ratsfraktion in Hennef und sorgte mit großer Umsicht für den reibungslosen Ablauf der Fraktionsarbeit. In dieser Funktion beteiligte er sich unter anderem an der Einrichtung der Veranstaltung „Fraktion vor Ort“, bei der Fraktionsmitglieder Ortstermine und Bürgerversammlungen anboten, um sich der Sorgen der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar anzunehmen.

„Dein kommunalpolitisches Wirken ist durch Deine langjährige Erfahrung geprägt und eine Bereicherung für die Stadt Hennef. Dein engagiertes Handeln findet in Deiner Heimatstadt zu Recht allgemeine Anerkennung und Respekt“, würdigte Landrat Sebastian Schuster den neuen Ordensträger in seiner Laudatio.

Doch das ehrenamtliche Wirken von Günter Kania beschränkt sich nicht auf den kommunalpolitischen Bereich: 1976 gehörte er zu den Gründern der Pfadfinder in Hennef und leitete dann zehn Jahre lang Jugendgruppen. In den wöchentlichen Gruppenstunden legte er bei den Kindern besonderen Wert auf die Verbundenheit zur Natur, soziales Verhalten in der Gruppe sowie die Entwicklung und Nutzung individueller Fähigkeiten. „Gegen manche Widerstände war er 1978 einer der Ersten, der Mädchen in die Hennefer Pfadfindergemeinschaft aufnahm. Im alltäglichen Zusammenspiel in den Jugendgruppen vermittelte er, dass es keine Unterschiede hinsichtlich der Rechte und Pflichten zwischen den Geschlechtern geben darf“, führt die amtliche Ordensbegründung weiter aus.

Neben dem Einsatz für die Pfadfinder brachte sich Günter Kania auch im Verkehrs- und Verschönerungsverein Hennef, im Verein Altenhilfe Stadt Hennef sowie im Karnevalsverein „KG Quer durch de Waat“ ein.

Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit höchste allgemeine Verdienstauszeichnung der BRD. Er wurde als Instrument des Dankes für herausragendes Engagement zum Wohle der Allgemeinheit 1951 von Theodor Heuss gestiftet und wird seitdem durch den Bundespräsidenten selbst verliehen – bis heute rund 248.400 Mal. Pressestelle des Rhein-Sieg-Kreises

(v.l.n.r.) Landrat Sebastian Schuster, Günter Kania, Bürgermeister Klaus Pipke. Foto: Stadt Hennef

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