Allgemeine Berichte | 14.02.2024, 09:40 Uhr

Wachtberg soll „Kinderfreundliche Kommune“ werden

Gütesiegel wäre eine Auszeichnung für die Gemeinde

Kinderfreundliche Kommune: Bürgermeister Jörg Schmidt (3.v.l.) und Anne Lütkes (Mitte) nach der Vertragsunterzeichnung im Beisein der Projekt-Beteiligten.  Foto: Gemeinde Wachtberg/ds
104

Wachtberg. „Ich freue mich sehr über die Entscheidung unserer Gemeinde, sich mit dem Gütesiegel „Kinderfreundliche Kommune“ auszeichnen zu lassen, denn es steht fest, die Zukunft gehört unseren Kindern und Jugendlichen“, sagt Wachtbergs Bürgermeister Jörg Schmidt.

Kürzlich unterzeichnete er zusammen mit Anne Lütkes, Vorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen e.V.“, die Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit. Der Gemeinderat Wachtberg hatte im Dezember 2023 die Bewerbung zur „Kinderfreundliche Kommune“ beschlossen. Das Programm läuft über vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Mit dieser Bewerbung verpflichtet sich die Gemeinde Wachtberg, einen Aktionsplan zu erstellen, in dem deutlich dargestellt werden soll, mit welchen Angeboten und Maßnahmen die jungen Menschen noch besser gefördert und auch geschützt werden können. Nach den Bestimmungen der bundesweiten Initiative von „UNICEF“ und des „Deutsches Kinderhilfswerk“ wird die Gemeinde Wachtberg innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen den einzureichenden Aktionsplan erstellen. Dieser Plan mit den definierten Zielen und Maßnahmen ist die Grundlage für die Verleihung des Siegels. Das Siegel erkennt den Willen der Gemeinde Wachtberg zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen.

Knapp viereinhalb Tausend junge Menschen im Alter von sechs bis 26 Jahren wohnen in der Gemeinde Wachtberg. Es gibt bereits punktuell Erfahrungen im Bereich Jugendbeteiligung. „Wir leben das Vereinsleben, sei es im Sportverein oder bei der Feuerwehr. Ein Jugendorchester, ein Jugendrat, auf der Freizeitebene sind mehrere Kinder- und Jugendtreffs sowie drei Familienzentren bereits feste Bestandteile des Gemeindelebens. Diese Angebote wollen wir verfeinern und ergänzen“, sagt Bürgermeister Schmidt. „Der Fragebogen, worin die Wünsche, Vorstellungen und für uns Anregungen aufgeführt werden können, ist die wesentliche Grundlage, um das Leben der Kinder und Jugendlichen noch besser verstehen zu können“, sagt Claudia Schmidt, Diplom Pädagogin und Jugendfachkraft bei der Gemeinde Wachtberg.

Die Umfrage startet im Frühjahr dieses Jahres. Claudia Schmidt stellt zudem das Thema Kinderrechte als Bestandteil des Aktionsplans vor. Mitbestimmung, Akzeptanz und auch das offene Gespräch in und mit den Generationen, das sogenannte Miteinander, sollen unter anderem in Vorträgen oder in Workshops den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden. „Dieser Aktionsplan kann aber nur dann erfolgreich erstellt werden, wenn eine große Beteiligung durch die Kinder und Jugendlichen erfolgt. Wir wollen die Ideen und aus allen Bereichen der Bevölkerung Anregungen erhalten“, appelliert Claudia Schmidt zur Teilnahme an dieser Umfrage.

Zum Ende des Jahres wird der Gemeinderat über den Aktionsplan final abstimmen. Danach erfolgt die Vorlage beim Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. auf Vergabe des Siegels. Nach unter anderem Hanau, Köln, Potsdam, Regensburg, Stuttgart wäre Wachtberg die 55. Kommune in Deutschland, die sowohl mit Politik und Verwaltung ihre Arbeit auf Kinderfreundlichkeit ausrichten will. „Wir freuen uns, die Gemeinde Wachtberg in unserem Programm aufnehmen zu können. Mit der Teilhabe an unserem Vorhaben unterstreicht Wachtberg die Bedeutsamkeit der Belange der Kinder- und Jugendlichen vor Ort“, sagte Anne Lütkes, Vorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen in Deutschland e.V. bei der offiziellen Unterzeichnung der Vereinbarung.

Ansprechpartner in der Gemeinde Wachtberg für das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“: Dipl. Päd. Claudia Schmidt (mobil: 0160 96287046) und Beate Luhmer (Tel. 0228/9544 190), E-Mail: jugend@wachtberg.de.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

Kinderfreundliche Kommune: Bürgermeister Jörg Schmidt (3.v.l.) und Anne Lütkes (Mitte) nach der Vertragsunterzeichnung im Beisein der Projekt-Beteiligten. Foto: Gemeinde Wachtberg/ds

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Martinsmarkt Adendorf
Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Traueranzeige Wolfgang Kruft
Titelanzeige
Imageanzeige Dauerauftrag 11/2025
Gebrauchtwagenanzegie
Anzeige Jubiläumsaktionen
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1373

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1136

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
447

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen