11. Rheinsteig-Erlebnislauf
Gut 320 Kilometer in sieben Tagen
Erlös kommt der Aktion "benni & co" zugute
Unkel/Linz. Ungeduldig wartete Oliver Labonde vor dem Linzer Rathaus zusammen mit Stadtbürgermeister Hans Georg Faust und der neuen Leiterin der Tourismus-Information, Daniela Maier, auf die Ankunft der Rheinsteig-Erlebnisläufer. „Ich habe mich im Vorjahr zu weit aus dem Fenster gelehnt bei der Begrüßung der Läufer in Rheinbrohl und gesagt, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, im nächsten Jahr auch eine Etappe mitzulaufen“, erinnerte der Bürgermeister der Gemeinde aus der VG Bad Hönningen. Da habe man ihn jetzt festgenagelt.
Gestartet zum 11. Rheinsteig-Erlebnislauf zugunsten der Aktion „benni & co“ waren die Läufer um Extremsportler Rudolf Mahlburg vom Bonner Marktplatz aus, um nach sieben Tagen und gut 320 Kilometern in Wiesbaden anzukommen. Am späten Abend waren sie zunächst wie in den Vorjahren auf dem Scheurener Dorfplatz eingelaufen, von dem aus sie auch am nächsten Morgen wieder gestartet sind. Während etliche Läufer des SV Unkel sich auf der Erpeler Ley von den Dauerläufern verabschiedet hatten, lief der New-York-Marathon-Man Erwin Rüddel die komplette Etappe bis Linz mit.
Entsprechend freudig begrüßte Hans Georg Faust seinen Bundestagskollegen aus alten Zeiten. Nicht willkommen heißen konnte er dagegen den Organisator des Benefizlaufes, Rudolf Mahlberg, der zusammen mit seiner Frau Brigitte schon vor Jahren den Verein „laufendhelfen.de“ ins Leben gerufen hatte, um unterschiedliche Sozialpartner zu unterstützen. „Mein Mann hat sich heute Morgen nicht wirklich fit gefühlt. Deshalb hat er es vorgezogen, sich den Rheinsteig-Wanderern anzuschließen, wird also etwas später hier eintreffen“, erklärte Brigitte Mahlberg, von der die rund 33 Läufer auf den Marktplatz geführt worden waren.
Sieben Mal Super-Marathon hintereinander ohne Ruhetag, diese Herausforderung für Körper und Geist nehmen die Extremsportler auf sich, um damit einen guten Zweck zu unterstützen. „Schließlich laufen wir nicht nur um des Laufens Willen, sondern vor allem, um auf die Aktion benni & co, also muskelkranke Kinder, die an der tückischen Duchenne-Muskeldystrophie leiden, aufmerksam zu machen und die Aktion tatkräftig zu unterstützen“, so Brigitte Mahlburg.
Gegen diese Krankheit, von der nur Jungen betroffen sind, gibt es bislang noch keine wirksamen Medikamente. Täglich werden bei den Erkrankten die Muskeln schwächer, zunächst die Beine, letztendlich sind dann aber auch die Herz- und die Atemmuskulatur betroffen, sodass die erkrankten Kinder meist im sehr jungen Erwachsenenalter sterben. „Bislang gibt es keine Heilung. Helfen kann nur die Forschung, deren Kosten schnell auf mehrere Millionen ansteigen“, so Hans Georg Faust.
Von öffentlichen Stellen wird die Forschung nicht ausreichend gefördert und von der Pharma-Industrie erst gar nicht vorangetrieben angesichts von „nur“ rund 3500 Erkrankten in Deutschland. „Deshalb sammeln wir während des Laufs bei Zwischenstopps Spenden und stellen diese zusammen mit unseren Startgeldern, immerhin 50 Cent pro Kilometer, der Aktion zur Verfügung“, berichtete Brigitte Mahlberg, bevor sie sich wie ihre Kolleginnen und Kollegen mit Äpfeln und Bananen sowie Energieriegeln für die nächste Etappe stärkte.
Von dem Erpeler Basaltplateau habe ihn der Weg durch das Kasbachtal zur Burg Ockenfels und von dieser hinab nach Linz geführt, in die einzige Stadt, durch die der Rheinsteig verläuft und die ihn nun bereits zum siebten Mal begrüßt, um seinen Benefizlauf auch finanziell zu unterstützen, so Daniela Maier, nachdem Hans Georg Faust seinen Obolus entrichtet hatte. Das Wetter sei zwar wenig frühlingshaft, dafür aber zum Laufen ideal. „Ich hoffe mit Ihnen, dass es auch weiter trocken bleibt“, verabschiedete die Leiterin der Tourist-Information die Läufer, die sich Richtung Kaiserberg aufmachten, um vorbei an der Dattenberger Burg und Ariendorf durch die Weinberge um Schloss Arenfels Arienheller anzustreben, wo sich der Rheinsteig nicht nur mit dem Westerwaldsteig kreuzt, sondern auch mit dem Limesweg am „Caput limitis“ von Rheinbrohl.
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