Swisttal-Miel
Gut besuchtes Schlossfest rund um die barocke Residenz
Tausende Besucher, 86 Aussteller und zufriedene Organisatoren
Swisttal-Miel. Hätte man sich die vielen Besucher und die Ausstellerstände einmal wegdenken können, so wäre eine Zeitreise in das höfische Leben des Schlosserbauers, des Grafen Belderbusch, leicht möglich gewesen. Die Mitglieder der Vereinigung „Jardin des Epoques“ lustwandelten in ihren Kostümen des 18. Jahrhunderts durch die Gartenanlagen des Schlosses und verströmten den Zeitgeist, als der Adlige mit seiner Liebe, der Äbtissin Caroline von Satzenhoven, dort lebte.
Wohl einige tausend Besucher genossen das Flair der weiträumigen Anlage zwischen dem Schloss und dem Golfplatz. 86 Aussteller zeigten ihre Produkte bzw. stellten ihre Aktivitäten vor. Die fünf Gastgeber, voran Schloss Miel mit dem Golfplatz vertreten durch Alexander Thelen, dem Restaurant Graf Belderbusch, dem Heidevetter Wohnambiente, dem Autohaus RKG sowie dem Gewerbeverein Swisttal war es wieder gelungen, ein sehr breites Angebot zu präsentieren.
Seit drei Jahren ist Swisttaler Gewerbeverein Mitorganisator
Stefan Lütke, der stellvertretende Vorsitzende des Swisttaler Gewerbevereins, verwies darauf, dass seit der Mitorganisation des Schlossfestes durch den Gewerbeverein vor drei Jahren die Besucherzahl von rund 3000 auf über 10000 im vergangenen Jahr gesteigert werden konnte. „Es zeigt die große Attraktivität des Konzepts für die Besucher: In der Atmosphäre eines Barockschlosses mit unterschiedlichsten Ausstellern aus der Region und ohne Eintrittsgeld. Da auch verschiedene Vereine Swisttals teilnehmen, ist es ein geselliges Event in der Mitte Swisttals, welches von der Bevölkerung aus allen Ortsteilen, aber auch aus der Region angenommen wird“, zog Lütke ein überaus positives Fazit. Für die Zukunft gibt es schon Überlegungen, das Schlossfest auf zwei Tage auszudehnen.
Breites Angebot fand Interesse der Besucher
Im Schloss selbst wurden Möbel, Tischschmuck, Dekorationen sowie feiner Schmuck angeboten. Auf den Freiflächen gab es eine breite Palette vom Reisemobil über hochwertige Autos, Gartengeräte, Fenster, Rollläden und Markisen bis zu Modeartikeln.
Seit Jahren dabei sind auch Einrichtungen wie die Bundespolizei, wo sich insbesondere die Kinder gerne einmal auf das Polizeimotorrad setzen wollten. Aber auch einige Swisttaler Vereine nutzten die Möglichkeit, sich und ihre Aktivitäten zu präsentieren, etwa der Partnerschaftsverein Swisttals mit der nordfranzösischen Stadt Quesnoy-sur-Deûle. Monika Wolf-Umbauer, Pressesprecherin der Vereinigung: „Mit unseren rund 80 Mitgliedern, mit Gästen und Freunden, wollen wir am 14. Juli, dem französischen Nationalfeiertag, unser zehnjähriges Bestehen im Josef-Bienentreu-Haus in Essig feiern.“
Erstmals dabei war der neugegründete Förderverein „Haus der Swisttaler Geschichte Untere Erft“. Die Initiatoren möchten das gemeindeeigene historische Gebäude der ehemaligen Landwarengenossenschaft „Untere Erft“ in Heimerzheim zu einem Museum über das bäuerliche Leben der letzten Jahrhunderte ausbauen.
Wer dann so durch die „Zeltstadt“ gewandert war und Appetit bekommen hatte, konnte diesen im Restaurant Graf Belderbusch sowie an zahlreichen Ständen stillen. Und sportliche Aktivitäten waren selbstverständlich auch möglich, schließlich umrundet Schloss Miel einer der schönsten Golfplätze der Region. Auf der Driving-Range standen Golflehrer bereit, dem großen oder auch kleinen Anfänger die ersten Schläge beizubringen.
Und das, was sich Alexander Thelen, Stefan Lütke und Bürgermeisterin Petra Kalkbrenner bei der Eröffnung so sehr gewünscht hatten, war auch eingetreten: Das Wetter hielt bis zum Abend.
RFW
Sehen und genießen - das Schlossfest ist ein Besuchermagnet.Fotos: Weigert
In galanten Kostümen zeigte das Paar, wie es seinerzeit am Barockschloss Miel ausgesehen haben mag.
Früh übt sich wer einmal Golfer werden möchte.
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