Sammelaktion für SOS-Kinderdörfer bei Lutterbecks Krippe in Odendorf
Gute Gründe für einen Abstecher
Odendorf. Man sagt, dass sich viele Odendorfer schon im November auf den vierten Advent freuen. Denn dann öffnen sich wieder die Hoftüren in der Orbachstraße 11, und Hans Lutterbeck macht seine Krippenlandschaft für die Öffentlichkeit zugänglich. Seit 1987 alle Jahre wieder, 2013 schon zum 27. Mal. Dann knubbelt es sich auf seinem Garagenhof.
Jeder möchte schauen, was sich verändert hat gegenüber den vergangenen Jahren. Und man steht wieder einmal beieinander und redet miteinander. Weitere Gründe zu kommen sind der leckere Glühwein, der Christstollen und das Gebäck, das den Gästen angeboten wird. Es wird nicht ausdrücklich gesagt, aber unterschwellig wünschen sich Hans Lutterbeck und seine Frau Paula als „Gegenleistung“ einen Obolus für die SOS-Kinderdörfer, deren Spendenboxen überall stehen. Über 13.300 Euro sind bei diesen Sammelaktionen schon zusammengekommen. Lutterbeck baut die Krippenlandschaft immer wieder neu auf. Eine schier unübersehbare Zahl von Figuren, Gebäuden, Menschen und Tieren, bildet eine Landschaft, in der der Betrachter immer wieder Neues entdeckt.
Dabei liegen Lutterbeck drei Figurengruppen besonders am Herzen. Die größten Figuren mit Maria, Josef, dem Jesuskind und den Hirten bilden die eigentliche Krippenszene. Diese Gipsfiguren stammen aus dem alten Odendorfer Kloster der Franziskanerinnen, das 1961 aufgelöst wurde. Sie sollten entsorgt werden. Doch Lutterbeck rettete sie aus dem Müll und ließ sie fachgerecht restaurieren. Eine Gruppe mittelgroßer handgeschnitzter Engel hat ihm Peter Thelen verehrt. Und eine weitere Gruppe kleiner Engel stammt von Fronleichnams-Altären. Sie wurden Lutterbeck jeweils für seine Krippenlandschaft übergeben. Die Krippenlandschaft kann noch bis Mariä Lichtmess (2. Februar) besichtigt werden, wobei es sich empfiehlt, fernmündlich einen Termin zu vereinbaren, Tel. (0 22 55) 63 08.
