Marktkirche als Ort der guten Nachrichten in wenig schönen Corona- Zeiten
Gute Nachrichten sind auch frohe Botschaften und geben Hoffnung
Die vom Künstler Nicolaus Werner gestaltete „Taube“ aus Papier schwebt über dem Altar
Neuwied. „Wir sind entschleunigt worden in diesen Zeiten, um dabei den Wert unserer Zeit neu zu entdecken“, heißt es in einer dieser guten Nachrichten, die Gottesdienst- und Stadtbesucher auf kleine Zettel geschrieben und an die Ideengeber von der evangelischen Marktkirchengemeinde weitergeleitet haben. „Gott-sei-Dank gibt es viele stärkende Zeichen von Menschen, die sich für andere und besonders für die Schwächeren einsetzen“, steht auf einem dieser angehefteten Zettel und auf einem anderen heißt es: „Es macht mir Mut, wie Politiker und Wissenschaftler verantwortlich arbeiten und sich Tag und Nacht zum Wohl der Menschen einsetzen“. Pfarrer Werner Zupp, der gemeinsam mit dem Künstler Nicolaus Werner diesen „Ort der guten Nachrichten“ in der Marktkirche unter der aus Papier geschaffenen Taube manifestiert hat, verwies in einem Gebet zum Ende dieser mutmachenden und Hoffnung gebenden Aktion auf die Güte Gottes hin, an den sich die Glaubenden zu jeder Zeit wenden dürfen und der ihnen die Hoffnung gibt den rechten Weg zu finden.
„Die Taube haben wir als Symbol für unsere Aktion gewählt, sie ist es auch Kennzeichen der Friedensbewegung und kann in diesen Zeiten auch als ein Zeichen der Hoffnung gelten, dass Menschen mehr denn je zusammenstehen und für eine gerechtere Welt eintreten. In der Bibel trägt die Taube am Ende der Sintflut-Geschichte den Ölzweig im Schnabel und bringt so neuen Mut für die Menschen auf Noahs Arche, für die sich nach der Katastrophe neues Leben auftut. Dieser Vogel ist ein Zeichen des Aufbruchs und der Zuversicht, was wir auch in diesen Tagen benötigen“, betonte Pfarrer Werner Zupp in seinen Erläuterungen zu dieser Aktion. Er ließ bei seinem Resümee über die Durchführung dieses 14-tägigen Projektes erkennen, dass durchaus weitere „gute Nachrichten“ an der Pinnwand im Altarbereich angebracht, gelesen und ergänzt werden können. „Danke, Gott, dass du auch in Corona-Zeiten die Sonne aufgehen lässt und wir in diesen Zeiten viele herzeröffnende Momente erleben können“, ist in einer der Aufzeichnungen zu lesen. Durch die Worte eines persönlichen Gebetes kann empfunden werden, dass Gott ein Gott der Hoffnung ist, der Freude und Frieden im Glauben vermittelt und wir diesen, derzeit besonders schwierigen Weg zuversichtlich weitergehen können. „Denn Gott ist unsere Zuversicht und Stärke, gerade in diesen bösen Zeiten mit ihren möglicherweise unabsehbaren Folgen“, betonte einer dieser unbekannten Nachrichten-Schreiber-innen, wobei allerdings auch die Solidarität der Menschen untereinander als besonders bewundernswert empfunden wird.
