Benefizevent auf dem Weiberner Sportplatz
Gute Stimmung und hohe Spendenbereitschaft
Der Erlös kommt den Geschädigten der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal zugute
Weibern. 500 Besucher kamen am Samstag auf dem Gelände des Weiberner Sportplatzes zusammen, um nach anderthalbjähriger Veranstaltungspause erstmals wieder richtig zu feiern. Und um Spenden für Flutopfer zu sammeln. Der Erlös des Sportfestes, das nach der erneuten Absage der Barbarakirmes von den Mitgliedern des Sportvereins Iron Dicks initiiert und organisiert wurde, kommt Betroffenen an der Ahr zugute. „Wir alle sind vom Ausmaß der Katastrophe erschüttert und viele unserer Aktiven waren in den letzten Wochen vor Ort im Einsatz. Wir haben jetzt die Möglichkeit, in Weibern endlich wieder gemeinsam zu feiern. Mit dem Erlös des Sportplatzfestes wollen wir Betroffene aus dem Flutgebiet unterstützen,“ so Michael Klein, der 1. Vorsitzende des Vereins, der sich von einer Thekenmannschaft zum Sportverein und Aktivposten des Vereinsrings entwickelt hat.
Unterstützt wurde die Spendenaktion von Sponsoren aus Weibern und Umgebung. Die Firma Friedsam Showtechnik stellte Manpower und ihr Equipment zur Verfügung, die Augel GmbH sicherte den Platz durch Bauzäune ab. Aus Kempenich kam Unterstützung von Christian Keller, dessen Edeka- Supermarkt Kaltgetränke spendete. Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg, die die Schreinerei Dahm aufgestellt hatte, nach Herzenslust austoben. Die Weiberner Möhnen versorgten Besucher mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen. Die Weiberner Blaskapelle, das Duo Glad Valley und die musikalische Neugründung The Jamming Horses of Vivarium spielten ohne Honorar und lockten auch die letzten Besucher aus der lange verordneten Reserve. In den Spendentopf fließen außerdem die Einnahmen aus dem Ticketverkauf und je zwei Euro pro Corona-Test ein, den Nicole Klein (Engeln) und ihr Team vor Einlass durchführten. Obligatorisch war der Test auch für alle Besucher. Auch doppelt Geimpfte mussten sich vor Betreten des Sportplatzes testen lassen.
Ein kleiner Wermutstropfen blieb trotz der ausgelassenen Stimmung: Für ältere und mobilitätseingeschränkte Besucher war der idyllisch im Wald gelegene Sportplatz nur schwer erreichbar. Michael Klein: „Beim nächsten Mal richten wir einen Shuttle ein, damit auch alle wieder am Gemeinschaftsleben teilnehmen können.“
An und auf der Hüpfburg war immer was los.
An Nicole Kleins Teststation kam niemand vorbei.
