Tradition der Tiersegnung auf Gut Waldau fortgesetzt
Guter Besuch bei der Tiersegnung
Rheinbach. Nicht nur der 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung wurde gefeiert, sondern auch die 30. Tiersegnung, die von der Kath. Kirchengemeinde in Rheinbach veranstaltet wurde. Bei feuchtem Wetter versammelten sich am 3. Oktober auf der Reitanlage Gut Waldau Besitzer von Pferden und Hunden.
Darunter auch Kutschenbesitzer, die zwei oder drei Pferde eingespannt hatten und ein imposantes Bild abgaben.
Insgesamt waren ca. fünfzehn Pferde und die gleiche Anzahl an Hunden auf dem Hof des Reiterhofes. Seit Jahren wird diese Segnung von Kerstin Klier vorbereitet und organisiert.
Der Diakon der Kath. Kirchengemeinde St. Martin Rheinbach, Matthias Respondek begrüßte die zwei und vierbeinigen Gäste und hielt eine kurze Ansprache.
Hierbei wies er auf den Gedenktag von Franz von Assisi hin, der von der Kirche am 3. bzw. 4 Oktober, dem Sterbetag, begangen wird. Er habe sich bereits zu seinen Lebzeiten, im zwölften Jahrhundert, für das Tierwohl eingesetzt.
„Das Tier spielt in unserer Gesellschaft eine herausragende Rolle. Einsamen Menschen kann ein Haustier helfen nicht alleine zu sein“, betonte Respondek. Deshalb würde er auch als Beschützer der Tiere angesehen. Der Diakon segnete die Tiere und die anwesenden Gäste.
Tiersegnung startete an der Waldkapelle
Besonders imposant war der Dreispänner von Alexander und Annegret Stier aus Niederdrees. Sie hatte drei aus Sachsen stammende Moritzburger, ein typisches Kutschenpferd vor ihre Kutsche gespannt. „Wir sind gekommen um uns den Segen abzuholen, damit wir mit unseren Pferden im nächsten Jahr unfallfrei unterwegs sein können. Im letzten Jahr waren wir auch hier und der Segen hat uns bisher begleitet“, bestätigte Annegret Stier.
Zum ersten Mal war Peter Nettekoven aus Meckenheim dabei, der mit einer Kutsche als Einspänner gekommen war.
Die Tiersegnung wurde vor dreißig Jahren zum ersten Mal veranstaltet. In den ersten Jahren fand sie an der Rheinbacher Waldkappelle zwischen Rheinbach und Todenfeld statt. Nachdem das zuständige Forstamt Bedenken wegen der starken Beschädigung der Waldwege durch die Pferde und die Kutschengespanne hatte, musste ein neuer Ort gesucht werden.
Der damalige Besitzer des Reiterhofs Gut Waldau, Manfred Dreesbach, erklärte sich sofort bereit die traditionelle Veranstaltung auf seinem Hof zuzulassen. Dies wurde dann auch später von dem neuen Pächter des Hofes übernommen.
Der Dreispänner der Fam. Stier erregte große Aufmerksamkeit.
Diakon Matthias Respondek segnete die Zwei- und Vierbeiner auf Gut Waldau.
