Allgemeine Berichte | 17.07.2025, 11:26 Uhr

Guter Zweck statt Handicap

In Zweier- respektive Viererteams wurden die Schläger geschwungen und die Bälle ins richtige Loch befördert.  Fotos: privat
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Kreis. Ahrweiler. Bestes Wetter und beste Laune beim Benefiz-Golfturnier der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel. Teilnehmer und Unterstützer aus nah und fern erspielten und spendeten mehr als 13500 Euro für die Menschen im Kreis Ahrweiler

Da schlugen nicht nur die Golferherzen höher. Ran an die Eisen und rauf aufs Grün - und das auch noch für einen guten Zweck - ging es beim Golf-Turnier von und für die Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel. Auf der Bilderbuch-Anlage des Golf- und Landclubs Bad Neuenahr-Ahrweiler (GLC) machten sich bei zudem Bilderbuch-Wetter 58 passionierte Golfer aus der Region sowie darüber hinaus auf den 18-Loch-Kurs. Nicht das Handicap, also der sportliche Ehrgeiz, sondern der Benefizgedanke standen dabei im Vordergrund.

In Zweier- respektive Viererteams wurden die Schläger geschwungen und die Bälle ins richtige Loch befördert. Zwischen, vor und nach dem Pitchen und Putten gab es aber auch jede Menge Zeit für Geselligkeit und Engagement für die gute Sache, die sie unter anderem mit ihren Startgeldern unterstützten. Eine Tombola war mit 50 hochwertigen Preisen bestückt, für die vorher Lose verkauft worden waren. Die Gewinner zogen Clubmitglied Ulrike Strunk und Kay Andresen vom Rat der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel. Bei einer Auktion versteigerten Club-Präsident Andreas Zeitler und Hospizstiftungsbotschafter und Ex-Fifa-Schiedsrichter Edgar Steinborn ein handsignierten BvB-Fußball und ein 1.FC-Bayern-München-Trikot.

Putten mit einem Schläger aus Beton

Clubmitglied Udo Groß hatte für ein spaßiges Putt-Turnier einen Golfschläger aus Beton zum Einlochen mitgebracht. „Ein durch und durch gelungener Tag, und alle waren begeistert“, fand der Chef eines Sanitärbetriebs aus Bad Neuenahr-Ahrweiler, der das Hospizwesen im Kreis Ahrweiler schon öfter unterstützt hat. Ebenso wie er war Bauunternehmer Milan Kacavenda schon beim Bau des Hospiz beteiligt. Dieser griff als Teil der Band „Friends Acoustic“ beim abendlichen Cometogether zum Mikrophon. Die Musiker sorgten für eine Mischung aus Feierlaune und Gänsehautatmosphäre.

Auch zwölf Pflegekräfte aus dem stationären waren als Dank für ihre tägliche Arbeit zum Entspannen auf den Golfplatz eingeladen. Als Koch und Köchin aus dem Hospiz hatten Gerrit Schwabe und Daniela Georg bereits beim Golfen eine köstliche Stärkung für die Teilnehmer aufgetischt. Andere Verpflegungsstationen hatten Sternekoch Hans Stefan Steinheuer, der auch Schirmherr des Hospizes im Ahrtal ist, sowie mehrere Club-Frauen bestückt. Beim Grillfest zum Ausklang sprachen alle von einem erfüllten und erfüllenden Tag, den Uschi Klapp-Dittmann für die Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel organisiert hatte.

Ohne bürgerschaftliches Engagement keine Hospizarbeit

„Insgesamt sind 13500 Euro für die Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler zusammengekommen“, erklärte Ulrike Dobrowolny, Vorstand der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel. Sie verwies aber auch darauf, dass es essenziell zum Bestehen der Hospizarbeit dazu gehört, dass dieses von der Bevölkerung durch Mitarbeit und finanzielle Mittel mitgetragen wird, weil das vom Gesetzgeber so vorgesehen ist. „Wir engagieren uns in, mit und für die Region. Dabei sind der Hospiz-Verein und das stationäre Hospiz auf Spenden in Höhe von jährlich jeweils 120 000 Euro angewiesen“. Dafür können die Menschen auf die Versorgung am Lebensende bauen. Die Hospiz-Stiftung finanziert unter anderem auch regelmäßig Kurse für Mitarbeitende in der Altenpflege, die für diese kostenfrei sind, und für eine bessere Versorgung auch in Einrichtungen wie Seniorenheimen sorgen sollen. Außerdem organisiert sie Infoveranstaltungen und Podiumsdiskussionen zu Themen wie Sterben und Tod und plant die Einrichtung einer Ethikberatung - immer das Wohl und die Würde der Menschen in der letzten Lebensphase oder als Trauernde im Blick.

Begeistert war auch GLC-Präsident Andreas Zeitler von der Hospizarbeit, die er schon lange begleite und aus dem Familienkreis kenne. So begeistert, dass er nicht nur „für diesen tollen Tag“ den Golfplatz großzügigerweise kostenfrei zur Verfügung stellte. Er versprach, das auch für eine Neuauflage zu tun, für die er persönlich nochmal verstärkt die Werbetrommel rühren werde, damit dieses Benefizereignis mit noch mehr Unterstützern aus nah und fern im kommenden Jahr eine vielleicht noch erfolgreichere Wiederholung findet.

 Foto: privat

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In Zweier- respektive Viererteams wurden die Schläger geschwungen und die Bälle ins richtige Loch befördert. Fotos: privat

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