Allgemeine Berichte | 05.06.2025, 14:38 Uhr

Schulsanitätsdienst: Wichtige Hilfe im Schulalltag

HDG-Schule stärkt Erste-Hilfe-Kompetenzen

An der Hans-Dietrich-Genscher-Schule (HDG-Schule) spielt der Schulsanitätsdienst eine wichtige Rolle. Foto: privat
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Berkum. An der Hans-Dietrich-Genscher-Schule (HDG-Schule) spielt der Schulsanitätsdienst eine wichtige Rolle. Während der dritten Schulstunde betritt Witold Bresler, verantwortlich für den Schulsanitätsdienst, das Klassenzimmer. Er holt Lukas ab, der als Schulsanitäter eine Aufgabe übernimmt. Im Sanitätsraum wartet bereits Joelina aus der 9. Klasse, ebenfalls aktive Sanitäterin. Dort befinden sich zwei Schüler der fünften Klasse, die nach der Pause beim stürmischen Betreten des Klassenraums zusammenstießen und zu Boden fielen.

Solche Einsätze gehören für Lukas und Joelina zum Alltag. Beide sind seit über einem Jahr als Schulsanitäter tätig und verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Erstversorgung. Ausgebildet wurden sie in der achten Klasse durch Bresler im Wahlpflichtunterricht. Für die Auswahl der Sanitäter sind neben guten Leistungen vor allem Engagement und Verantwortungsbewusstsein entscheidend. Auch die Bereitschaft, sich täglich während der Pausen für die Gemeinschaft einzusetzen und den teils belastenden Umgang mit Verletzungen nicht zu scheuen, ist wichtig. Geeignete Kandidaten zu finden, stellt daher eine Herausforderung dar.

Die Schulsanitäter sollten zudem Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke, Belastbarkeit, Empathie und Eigeninitiative mitbringen. Neben der schulischen Ausbildung nehmen die Schülerinnen und Schüler an Vertiefungskursen bei den Maltesern teil. Im laufenden Schuljahr verstärkten Katharina, Yusra und Julian aus der achten Klasse das Team, nachdem sie den Vorbereitungskurs erfolgreich abgeschlossen hatten und sich in persönlichen Gesprächen bewährten. Ihre Kenntnisse umfassen unter anderem Wundversorgung, stabile Seitenlage sowie das Verhalten bei Atemnot oder allergischen Reaktionen.

Neben der medizinischen Versorgung gehört auch die sorgfältige Dokumentation und der Umgang mit dem Sanitätsmaterial zum Aufgabenbereich der Schulsanitäter. Im vergangenen Schuljahr übernahmen sie etwa 200 Einsätze – meist kleine Verletzungen, die schnell behandelt werden konnten. In seltenen Fällen war jedoch ein Transport mit dem Krankenwagen nötig, wobei die Sanitäter die Betreuung bis zur Übergabe an die Eltern übernahmen. Diese werden in enger Zusammenarbeit mit dem Schulsekretariat zeitnah informiert.

Der Schulsanitätsdienst entlastet die Lehrkräfte erheblich und fördert zugleich die Sozialkompetenz sowie das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schule. Ein gut organisierter Sanitätsdienst kann bei Unfällen oder plötzlichen Erkrankungen schwerwiegende Folgen verhindern. Zudem gilt der Dienst als möglicher Einstieg in eine spätere medizinische Ausbildung. Schulleiter Hendrik Heimbach und das Lehrerkollegium betrachten den Schulsanitätsdienst als unverzichtbar für die Schulgemeinschaft.

Für die Zukunft bleibt die Hoffnung, dass sich weiterhin ausreichend motivierte Nachfolger für diese verantwortungsvolle Aufgabe finden.

BA

An der Hans-Dietrich-Genscher-Schule (HDG-Schule) spielt der Schulsanitätsdienst eine wichtige Rolle. Foto: privat

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