Allgemeine Berichte | 24.11.2017, 17:00 Uhr

Polizei stoppt Berufskraftfahrer auf der A3 bei Köln-Mülheim

Haarsträubende Polizeikontrolle: Russischer „Autobahnknoten“

Fotos: Polizei Köln
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Köln. Wie die Schwerlastgruppe der Autobahnpolizei Köln wiederholt feststellen muss, gehen Berufskraftfahrer osteuropäischer Herkunft mitunter recht unkonventionelle Wege in Punkto Sicherheit. Vielleicht liegt es im Einzelfall auch an einem tradierten russischen Selbstverständnis, dass es doch möglich sein muss, mehrere tonnenschwere und quasi verwandte Brocken aneinanderzubinden. Und augenscheinlich lässt sich dieses große Ziel auch mit primitivsten Bordmitteln erreichen. Wie zum Beispiel einem abgeranzten Spanngurt.

So geschehen am Donnerstagnachmittag auf der Bundesautobahn 3 nahe der Anschlussstelle Köln-Mülheim. Um 14.45 Uhr fällt einer Streifenwagenbesatzung ein in nördlicher Richtung fahrendes Gespann auf. Eine Sattelzugmaschine russischer Bauart und -Zulassung schleppt eine ebensolche hinter sich her - und an der Anschlussstelle Mülheim wie selbstverständlich vorbei. Weiter ging´s in Richtung Leverkusen, entgegen der doch hinlänglich bekannten Vorschrift, dass ein geschlepptes Fahrzeug an der nächsten Ausfahrt die Autobahn verlassen muss.

Als haarsträubend erwies sich bei der Kontrolle die Vorrichtung, mit der der russische Lkw-Fahrer (40) beide Zugmaschinen verbunden - besser gesagt: mal eben verknotet - hatte. Nachdem während der gemeinsamen Überführungsfahrt die Kupplung des hinteren Fahrzeugs ausgesetzt hatte und sich keine Abschleppstange fand, wurde kurzerhand improvisiert: Ein alter, abgenutzter Spanngurt musste herhalten. Auf die Frage, warum er kein Fachunternehmen hinzugezogen hat, reagiert der 40-Jährige achselzuckend: „Großer Schlepper zu teuer.“

Der Knoten wurde dann von den Polizisten gelöst - was für den Verursacher auch nicht ganz billig abging: Die Beamten fertigten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen nicht ordnungsgemäßen Verbindens von Fahrzeugen und behielten 210 Euro als Sicherheitsleistung ein. Die Kosten für den amtlich veranlassten Abschleppvorgang durch eine Sicherstellungsfirma beliefen sich auf 500 Euro. Zertifizierte Abschleppstangen sind weitaus günstiger zu haben.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Köln

Haarsträubende Polizeikontrolle: Russischer „Autobahnknoten“

Haarsträubende Polizeikontrolle: Russischer „Autobahnknoten“

Haarsträubende Polizeikontrolle: Russischer „Autobahnknoten“

Fotos: Polizei Köln

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