Regionales Aids- und Hepatitis-Forum im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Kemperhof Koblenz
Heilerfolge bei Hepatitis C
Abschied von Dipl. Sozialarbeiterin Ingrid Matthey-Blech
Region. Zum 23. Aids/Hepatitisforum trafen sich über 200 BeraterInnen, BehandlerInnen, Selbsthilfe und Interessierte im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Kemperhof Koblenz. Prof. Dr. Ursula Rieke eröffnete die Tagung als Vorstandsvorsitzende der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG). Sie betonte die gute Kooperation über Prävention/Beratung/Begleitung/Therapie und die personelle Kontinuität in dieser Thematik, vor allem im Nördlichen Rheinland-Pfalz. Zusammen mit Mitgliedern der Selbsthilfegruppe und dem Arbeitskreis Aids/STI RLP Nord verabschiedete sie die langjährige Kollegin und Dipl. Sozialarbeiterin Ingrid Matthey-Blech vom Gesundheitsamt Montabaur. Über 30 Jahre hat Matthey-Blech die Aids-Arbeit in der Region mit Fachkompetenz und Herzblut geprägt. Im Förderverein Immunologische Ambulanz wird sie ihr Engagement ehrenamtlich fortsetzen.
Prävention ist das A und O
Die Teilnehmenden informierten sich über die aktuellen Entwicklungen, die in diesem Jahr neben den Heilerfolgen bei Hepatitis C vor allem die Prävention bei HIV/Aids umfassten. Die Neuinfektionszahlen mit HIV/Aids bleiben in der Region konstant. Unerkannte bzw. erst spät erkannte Infektionen führen trotz effektiven und gut verträglichen antiviralen Therapien immer wieder zu lebensbedrohlichen Komplikationen, so berichtete Dr. Ansgar Rieke von der Schwerpunktambulanz im Kemperhof. Dem kann nur durch Aufklärung und Testbereitschaft vorgebeugt werden. Die Vermeidung einer Neuinfektion ist unter ärztlicher Kontrolle in Einzelfällen bei Risikoverhalten durch eine medikamentöse Maßnahme möglich. Sie ist seit September 2019 als Kassenleistung zugelassen. Nähere Informationen dazu unter Aids-STi Beratung Gesundheitsamt Montabaur, Tel. (0 26 02) 12 47 17, montags zwischen 11 und 14 Uhr. Kostenfreie Testangebote zu HIV/Hepatitis/Syphilis nach telefonischer Absprache, Ansprechpartnerinen sind Frau Körting-Eberhardt und Dr. Ursula Rieke.
Kosten und Behandlungszeiten sinken
Zu Heilerfolgen bei Hepatitis C und Aktuelles zu weiteren Formen der Hepatitis referierte Prof. Wörns von der Uniklinik Mainz. Inzwischen könne jeder Hepatitis C Infizierte behandelt werden, Kosten und Behandlungszeiten sinken. Weit über 90 Prozent der Behandelten sind vollständig virusfrei bzw. geheilt. Eine Neuinfektion mit Hep C ist bei entsprechenden Risiken möglich. Impfschutz gegen Hepatitis A und B wird dringend empfohlen. Nach aktuellen Informationen aus der der Universitätsklinik Jena zu Mikrobiom und dessen Auswirkungen auf Forschung und Therapie referierte Dr. Manfred Lütz, Psychiatrischer Chefarzt in Köln zu seinem Buch: Unvermeidlich Glücklich. Er verstand es, humorvoll mit kölschem Dialekt die Zuhörer zu Offenheit für die kleinen Glücksmomente im Leben und Bereitschaft, seinem inneren Kompass zu vertrauen, zu motivieren. Kraft dieser Botschaft geht das Vorbereitungsteam zusammen mit dem Förderverein der Immunologischen Ambulanz in die Planung für 2020.
Pressemitteilung der
Kreisverwaltung des
Westerwaldkreises
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