Kloster Ebernach
Heilig Rock Wallfahrt begeisterte Ebernacher
Ebernach. „HERAUSGERUFEN“ – unter diesem Motto stand der Begegnungstag der diesjährigen Heilig Rock Tage in Trier. Auch 74 Bewohnerinnen und Bewohner von Kloster Ebernach hatten sich mit ihren Betreuerinnen und Betreuern schon früh morgens in mehreren Bussen auf den Weg gemacht. Zunächst waren die rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Begegnungstages in einem Zelt vor dem Dom zusammengekommen, wo sie von Weihbischof Robert Brahm und den Organisatorinnen, Anne Veit-Zenz vom Referat Behindertenhilfe im Diözesan-Caritasverband und Brigitte Scherer von der diakonischen Pastoral im Generalvikariat herzlich begrüßt wurden. Der anschließende Vormittag war geprägt durch verschiedene Workshop-Angebote. Viele freudige Gesichter gab es beim offenen Singen, beim Tanzen, in der Schreibwerkstatt, beim Trommeln und auch beim kreativen Gestalten von Megafonen mit Gemeindereferentin Patricia Alt oder Gestalten von Pappkartons mit Bruder Ulrich Schmitz. Bereits im Vorfeld hatten Menschen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe Kunstwerke geschaffen, die im Domkreuzgang zu sehen sind. Auch Künstler der Kreativwerkstatt Kloster Ebernach hatten sich beteiligt und unter der Leitung von Bruder Ulrich Schmitz tolle lebensgroße Pappmaschee-Figuren gestaltet, die viel Beachtung fanden. Um 14 Uhr begann der Abschlussgottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm. Hier durften mehrere Ebernacher Bewohnerinnen und Bewohner den Gottesdienst mitgestalten, in dem Sie das Evangelium „Jesus macht seinen Freund Lazarus wieder lebendig“ nachspielten und die Fürbitten vortrugen. Weihbischof Brahm betonte in seiner Predigt, dass behinderte Menschen viel zu sagen haben, und rief Begriffe aus der Ausstellung durch ein Megaphon, welches Ebernach gestaltet hatte: Freiheit, Gleichheit, Unabhängigkeit, Gemeinschaft. Für viele Besucher war es sicherlich ein beeindruckender Tag der Gemeinschaft. Nach dem Gottesdienst blieb schließlich noch genügend Zeit für einen schönen Bummel durch Trier, bevor es gegen 17 Uhr wieder zurück nach Kloster Ebernach ging.
