Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:
HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle
Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.
Obwohl das Problem zeitlich auf bestimmte Tageszeiten begrenzt ist, sind die Auswirkungen erheblich. Der ohnehin knappe Parkraum im Umfeld der Schule werde stark beansprucht, Halteverbote werden missachtet und es käme zu gefährlichen Wendemanövern. Dadurch entstehen unübersichtliche Verkehrslagen, die vor allem für die Schulkinder ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen.
Die Stadtverwaltung antwortet:
Die Stadtverwaltung bestätigt auf Anfrage von BLICK aktuell, dass ihr die Problematik an der Grundschule Ahrweiler bekannt ist. In unregelmäßigen Abständen ist das Ordnungsamt vor Ort, um Verkehrsteilnehmer zu kontrollieren und für die Situation zu sensibilisieren. Gleichzeitig weist die Verwaltung darauf hin, dass die Überwachung des fließenden Verkehrs in die Zuständigkeit der Polizei fällt. Man nehme die Situation jedoch sehr ernst und arbeite intensiv an konkreten Lösungsansätzen.
Ein zentraler Baustein zur Entschärfung der Verkehrslage ist die geplante sogenannte „Schulwegplanung“. Diese geht auf einen Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2023 zurück. Nachdem ein entsprechender Prozess für die Grundschule Bad Neuenahr bereits weit fortgeschritten ist, soll nun auch die Grundschule Ahrweiler in den Fokus rücken. Der Stadtrat befasste sich zuletzt in seiner Sitzung am 2. Februar mit dem Thema.
Problem gezielt angehen
Um die Probleme zu lösen, wurde ein Workshop durchgeführt. In einer interdisziplinären Arbeitsgruppe sollten Vertreter verschiedener Fachbereiche gemeinsam mit weiteren Beteiligten Lösungen erarbeiten. Ziel war es, die Problematik der Elterntaxis gezielt anzugehen und gleichzeitig die Sicherheit der Schulwege insgesamt nachhaltig zu verbessern. Perspektivisch ist vorgesehen, den Prozess auch auf die Grundschule in Heimersheim auszuweiten.
Eine systematische, quantitative Erfassung der Elterntaxis habe aber bislang nicht stattgefunden. Dennoch zeigen Beobachtungen, dass die Problematik in den vergangenen Jahren auf konstant hohem Niveau geblieben ist. Gleichzeitig scheint die Zahl der Verstöße gegen Verkehrsregeln sowie die mangelnde Einsicht einzelner Verkehrsteilnehmer tendenziell zuzunehmen.
Im Rahmen der Schulwegplanung sollen daher – wie bereits in Bad Neuenahr – auch umfassende Befragungen von Eltern und Schülern durchgeführt werden. Dabei wird unter anderem erhoben, auf welche Weise die Kinder ihren Schulweg zurücklegen. Diese Daten sollen helfen, passgenaue Maßnahmen zu entwickeln. Zudem ist vorgesehen, die Befragungen in regelmäßigen Abständen zu wiederholen, um die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls nachzusteuern.
Die Hoffnung der Verantwortlichen: Durch ein Bündel gezielter Maßnahmen und eine stärkere Sensibilisierung aller Beteiligten könnte sich die Verkehrssituation rund um die Aloisius-Grundschule künftig spürbar entspannen. Und vor allem die Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer verbessert werden.
Mitmachen beim HeimatCheck
Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift diese Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Hinweise und Themenvorschläge können per E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de eingereicht werden.
rob
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