Allgemeine Berichte | 24.04.2026, 09:16 Uhr

Kann die Verkehrssituation in der Eifelstadt verbessert werden?

HeimatCheck: Adenau: Keine optimale Situation für Radfahrer

Wie ist es um Adenau als Fahrrad-Stadt bestellt.  Foto: Dominik Ketz
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Adenau. Wie sicher ist das Radfahren durch die Innenstadt? Diese Frage bewegt aktuell die Bürgerinnen und Bürger. Und sorgt für Diskussionen rund um die Verkehrssituation auf der Hauptstraße. Ein Anwohner schildert eine aus seiner Sicht zunehmend problematische Entwicklung: Vor allem für Radfahrer sei die Lage in den vergangenen Jahren deutlich schwieriger geworden.

Kritik entzündet sich dabei insbesondere an den Parkmöglichkeiten entlang der Hauptstraße. Diese würden – so die Wahrnehmung – viel Raum einnehmen und die Situation für Radfahrer zusätzlich verschärfen. Als mögliche Lösung wird vorgeschlagen, die bestehenden Stellplätze zu entfernen und stattdessen beidseitige Radspuren einzurichten.

Der Stadtbürgermeister antwortet:

Der Stadtbürgermeister von Adenau, Frank Wisniewski, nimmt dazu im Rahmen des HeimatCheck von BLICK aktuell Stellung und zeichnet ein differenzierteres Bild: „Die Verkehrssituation für Radfahrer auf der Hauptstraße in Adenau ist sicherlich nicht optimal“, räumt er ein. Gleichzeitig widerspricht er der Annahme, es seien zuletzt zusätzliche Parkflächen geschaffen worden. Im Zuge des Verkehrs- und Parkkonzeptes 2023 seien vielmehr Parkmöglichkeiten reduziert und nur dort ausgewiesen worden, wo dies aus Gründen der Verkehrssicherheit vertretbar sei. Ergänzend habe die Verbandsgemeinde als zuständige Straßenverkehrsbehörde ein absolutes Halteverbot angeordnet, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Maßnahmen seien in enger Abstimmung zwischen Stadt, Verbandsgemeinde, Landesbetrieb Mobilität und Polizei erfolgt. Dennoch blieb der Radverkehr dabei außen vor: Aufgrund der baulichen Gegebenheiten und eines vergleichsweise geringen Radverkehrsaufkommens habe man keine gesonderten Maßnahmen für Radfahrer umsetzen können.

Auch für die Zukunft zeichnet sich zunächst keine Veränderung ab. Weder die Einrichtung von Radspuren noch andere größere Anpassungen der Verkehrssituation sind aktuell geplant. Damit erteilt die Stadt auch dem Vorschlag aus der Bürgerschaft, Parkflächen zugunsten von Radinfrastruktur umzuwidmen, vorerst eine Absage.

Die Stadt setzt stattdessen auf den direkten Austausch: Wer konkrete Probleme oder Gefahrenstellen sieht, solle sich unmittelbar an die Verwaltung oder das Ordnungsamt wenden, um eine Prüfung im Einzelfall zu ermöglichen, lautet der Appell von Stadtbürgermeister Frank Wisniewski.

Mitmachen beim HeimatCheck!

Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift diese Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Hinweise und Themenvorschläge können per E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de eingereicht werden.

ROB

Wie ist es um Adenau als Fahrrad-Stadt bestellt. Foto: Dominik Ketz Foto: Dominik Ketz

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