Allgemeine Berichte | 19.04.2026, 12:35 Uhr

Schwerlastverkehr auf der L113 lässt die Gläser im Schrank wackeln

HeimatCheck: Wassenach: Verkehrslärm nervt Anwohner

Ist es in Wassenach zu laut? Foto: ROB
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Wassenach. In Wassenach sorgt die Landesstraße L113 immer wieder für Diskussionen. Anwohner berichten von erhöhter Lärmbelastung – insbesondere durch den Schwerlastverkehr – sowie von zu hohen Geschwindigkeiten. Zudem wird bemängelt, dass es keine sichere Möglichkeit gebe, die Straße als Fußgänger zu überqueren. Im Rahmen des BLICK aktuell-Heimatchecks hat die Redaktion bei der zuständigen Verwaltung nachgefragt.

Das Rathaus antwortet:

Nach Angaben der Brohltaler Verbandsgemeindeverwaltung ist die Problematik grundsätzlich bekannt, wird jedoch differenziert betrachtet. Entlang der L113 verläuft ein Erdwall, der große Teile der Ortslage Wassenach weitgehend vor Verkehrslärm abschirme. Von möglichen Lärmbelästigungen seien daher vor allem direkte Anlieger in unmittelbarer Nähe zur Straße betroffen. Gleichzeitig weist die Verwaltung darauf hin, dass der Anteil elektrisch betriebener Lkw auf der Strecke kontinuierlich zunimmt, was perspektivisch zu einer Reduzierung der Geräuschentwicklung beitragen könne.

Hinsichtlich der zulässigen Geschwindigkeit gilt auf dem betroffenen Abschnitt der L113 überwiegend ein Tempolimit von 70 km/h, das in Teilbereichen auf 50 km/h reduziert ist. Konkrete Erkenntnisse über häufige Geschwindigkeitsüberschreitungen liegen der Verwaltung derzeit nicht vor. Für entsprechende Kontrollen sei die Polizei zuständig, da es sich um eine klassifizierte Landesstraße handelt.

Auch die Situation für Fußgänger wurde thematisiert. Die Ortslage Wassenach wird nach Angaben der Verwaltung nicht direkt von der L113 durchschnitten; nordwestlich der Straße befinden sich vorwiegend gewerblich genutzte Flächen. Spezielle Querungshilfen für Fußgänger existieren aktuell nicht. Ob und in welcher Form hier künftig Anpassungen erfolgen könnten, liege im Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Mobilität als verantwortlichem Straßenbaulastträger.

Damit bleibt festzuhalten: Während einzelne Anwohner weiterhin Handlungsbedarf sehen, verweist die Verwaltung auf bestehende Schutzmaßnahmen, geltende Regelungen und Zuständigkeiten. Ob sich an der Situation künftig etwas ändert, hängt maßgeblich von weiteren Bewertungen und Entscheidungen auf Landesebene ab.

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Mit der Serie HeimatCheck bietet BLICK aktuell Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, auf Missstände oder Probleme vor Ort aufmerksam zu machen. Die Redaktion greift diese Hinweise auf, recherchiert die Hintergründe und holt Stellungnahmen der zuständigen Behörden ein. Hinweise und Themenvorschläge können per E-Mail an heimatcheck@kruppverlag.de eingereicht werden. ROB

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