Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V.
Heimatbesuch 2018
Seit dem 12. August sind einstige KoblenzerInnen beziehungsweise deren Nachfahren in der Stadt unterwegs
Koblenz. Das Wort „Heimat“ ist derzeit in mancher Munde. Was Heimat ausmacht, wissen am ehesten und schmerzlichsten Menschen, die sie auf der Flucht vor brutaler Verfolgung verloren haben: vertraute Gesichter, wortlos geteilte Grundüberzeugungen, geläufige Sprache, vielfach gegangene Wege, bekannte Alltagsgeräusche, gewohnte Gerüche, das mit den Jahreszeiten wechselnde Licht. Nicht wenige Menschen aus der Stadt Koblenz und ihrer Umgebung haben in den Zeiten der NS-Gewaltherrschaft ihre Heimat aufgeben müssen, um ihr Leben zu retten.
Jeden Sommer die Möglichkeit zum Heimatbesuch
Im Sommer eines jeden Jahres lädt die Christlich-Jüdische Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz ehemalige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Raum Koblenz zu einem „Heimatbesuch“ ein. Sie tut dies auch in diesem Jahr. Seit dem 12. August sind einstige KoblenzerInnen beziehungsweise deren Nachfahren in der Stadt unterwegs. Die oft hoch betagten, meist aus dem Ausland (Israel, USA und andere) kommenden Gäste erhalten die Möglichkeit, das heutige Koblenz eine Woche lang als eine sich ihrer Geschichte bewusste, freundliche Stadt zu erleben. Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Förderer kann erneut eine Reihe von Veranstaltungen angeboten werden, zum Beispiel eine Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof in Koblenz, ein Besuch der ehemaligen Bopparder Synagoge oder ein Treffen mit Schülerinnen und Schülern. Daneben werden die Gäste ihre ganz persönlichen Erinnerungsorte aufsuchen. Mitglieder der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit e. V. Koblenz erfahren im Dialog mit ihren Gästen ganz unmittelbar, was Zeiten bedeuten, in denen Werte wie Toleranz, Freiheit und Demokratie mit Füßen getreten werden. Pressemitteilung der
Christlich-Jüdischen Gesellschaft
für Brüderlichkeit e. V.
