Die Versorgung in Heimersheim wird von privaten Caterern gewährleistet
Heimersheim: Essensausgabe geht weiter
Heimersheim. Das Deutsche Rote Kreuz hat mittlerweile die Essensausgabe in der Dorfmitte in Heimersheim eingestellt. Somit musste sich Ortsvorsteher Willi Schneider etwas anderes einfallen lassen um die Versorgung weiterhin zu gewährleisten. Die örtliche Metzgerei Effert ist als Caterer eingesprungen und eine Bürgerinitiative hat für weitere Lebensmittel, belegte Brötchen und frischen Kaffee gesorgt. Das Angebot ist reichhaltig: Mittags gibt es eine deftige Hauptmahlzeit wie Spießbraten, Gulasch oder Döppekooche. Abends wird zusätzlich ein Imbiss gereicht. „Gerade die vielen Helfer freuen sich, wenn es nach der Arbeit noch etwas warmes wie ein Schnitzel oder eine Frikadelle gibt.“ Für Willi Schneider ist das Angebot wichtig: „Viele Menschen haben noch nicht die Möglichkeit in ihre Häuser zurückzukehren und dort zu kochen, sei es weil die Heizung nicht funktioniert oder die Gebäude Rohbauten gleichen.“ Entgegen der Meldungen der Energieunternehmen sei eine Versorgung mit Gas nicht überall in Heimersheim gewährleistet, fügt Schneider hinzu. Außerdem böte sich das kleine Camp in der Dorfmitte einen idealen Rahmen zum Austausch: Die Einwohner tauschen hier Tipps zum Aufbau oder Werkzeuge aus. Gegenüber den Mitarbeiter der Metzgerei herrscht eine große Dankbarkeit. „Seit der Flut und trotz der Versorgung durch das DRK hat unser Metzger richtig angepackt und unter schweren Umständen gekocht.“ So entstanden Mahlzeiten für hunderte Helfer mit nur einem Gaskocher. „Ohne diese Unterstützung hätten wir es hier in Heimersheim nicht geschafft“, ist sich Willi Schneider sicher. ROB
Familien aus Heimersheim nehmen das Angebot gerne an. Foto: ROB
