Heimerzheim feiert am Palmsonntag
Heimerzheim. Endlich wieder in der eigenen Kirche. Dies werden sich viele Heimerzheimer Katholiken gedacht haben, denn coronabedingt war der Besuch nur eingeschränkt möglich und viele Gemeindemitglieder waren aus Vorsicht lieber zu Hause geblieben. Die Flut hat dann das vorläufige Aus perfekt gemacht, denn die zerstörte Heizungsanlage musste erneuert werden. Nun ist mit dem Start der Osterliturgie auch die Hoffnung wieder gekommen. Die Gemeinde versammelte sich am Pfarrzentrum. Vielleicht war es ein Wink des Schicksals, dass nach all den Problemen an dieser Stelle das Gemeindeleben wieder Fahrt aufnahm, denn hier war das Zentrum und die Koordination nach der Katastrophe und seit Monaten wird hier täglich ein Mittageseen für die Betroffenen der Flut angeboten. Pater Marek war sichtlich begeistert endlich wieder eine so große Gemeinde begrüßen zu dürfen. Die vielen Kinder, die mit ihrem geschmückten Palm gekommen waren, boten ein farbenfrohes Bild. Angelika Patalas sang von dem Esel und den Menschen, die vor über 2000 Jahren Jesus in Jerusalem empfingen. In seiner Begrüßung erläuterte Pater Marek, die Bedeutung dieses Festes. Die gesegneten Palmzweige, die wir mit nach Hause nehmen, sollen unserem Leben Orientierung und Sinn geben. Die Menschen, so sagte er weiter, glaubten damals, Jesus ist der König, der im Namen Gottes Frieden und Freiheit bringt. Einen Frieden, den wir heute unbedingt benötigen. Wenn dann endlich der Palm geweiht wird, achten insbesondere die Kinder darauf, dass ihre mitgebrachten Zweige ausreichend Weihwasser abbekommen, denn schließlich soll der Segen ein Jahr halten. Auf dem Platz hinter der Kirche verfolgte auch der Esel diese Feier, auf ihm sitzend durfte ein Kommunionkind die Prozession in die Kirche anführen. Das Los fiel diesmal auf Tom Schweissfurth.
