Wormersdorfer Narren ließen ihren „Gürzenich“ erzittern
Heinz Born erhielt Glasorden
Wormersdorf. Bis auf den letzten Platz war die Sporthalle, besser bekannt als der „Gürzenich“ von Wormersdorf, ausverkauft. Pünktlich um 19 Uhr marschierte das Fanfarencorps Wormersdorf unter Leitung von Bernd Klick, genannt „Dille“, mit dem Wormersdorfer Kinder-Dreigestirn Prinzessin Leni I., Bäuerin Leonie I. und Jungfrau Lucy I. und dem Dreigestirn Prinzessin Sarah I., Bäuerin Soffie I. und Jungfrau Stefanie I. in die Festhalle. Im Gefolge der Moderator und Sitzungspräsident des Abends, Werner Bollig. Dieser begrüßte die Gäste, darunter die Tollitäten aus Queckenberg, Prinz Kathi I., Bäuerin Lena I. und Jungfrau Janina I. und aus Oberdrees Prinz Walter I., der an diesem Tag Geburtstag hatte. Einem weiteren Geburtstagskind gratulierten die Bürgermeister. Christel Wendker, Standesbeamtin im Rheinbacher Rathaus, feierte ihren 62. Geburtstag und wurde von Gratulanten umringt. Als Dreigestirn aus dem Nachbarkreis Euskirchen war das Palmersheimer Dreigestirn, Prinz Martin II., Bauer Markus I. und Jungfrau Siglinde I. nach Wormersdorf gekommen, um eine tolle Sitzung mitzuerleben.
Aus dem Rheinbacher Rathaus war das Bürgermeister-Dreigestirn Stefan Raetz, Claus Wehage und Kalle Kerstholt im Saal, das dann auch auf die Bühne strebte. Und das hatte einen guten Grund. Im Gepäck einen von drei Bürgermeister-Glasorden, der an einen verdienten Karnevalisten verliehen werden sollte, mit der dazugehörigen Urkunde. Raetz machte es in seiner Laudatio spannend und beschrieb zuerst die Gründe, warum der zu Ehrende einen von drei Bürgermeisterorden erhalten sollte.
Heinz Born für Verdienst ausgezeichnet
Er sei aus dem Karneval nicht mehr wegzudenken und über 40 Jahre im Karnevalsverein aktiv. Meistens würde er im Doppelpack mit seiner Frau agieren. Dann bat er den total überraschten Heinz Born auf die Bühne, auf der er aus den Händen des Bürgermeister-Dreigestirns den Glasorden und die Urkunde erhielt. In den Vorjahren war seine Frau Roswitha, die Präsidentin der „Fidelen Burgfrauen“ Wormersdorf, für ihre Verdienste im Karneval mit dem Glasorden der Bürgermeister ausgezeichnet worden.
Heinz Born war emotional sehr berührt und so lief auch eine kleine Träne über die Wangen. „Karneval war immer mein Leben, weswegen ich Karneval immer mitgestaltet habe. Eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet habe“, bedankte sich der 76-jährige bei den Bürgermeistern.
Nur wenige Stunden zuvor war der Erste von drei Bürgermeister-Glasorden dem Vorsitzenden des Festausschusses Rheinbacher Karneval, Alfred Eich verliehen worden. Den Bürgermeisterorden für verdiente Karnevalisten, die sich um das Brauchtum verdient gemacht haben, gibt es seit zehn Jahren und war damals von Stefan Raetz ins Leben gerufen worden.
Das anschließende Programm der Sitzung der KG Wormersdorf konnte sich sehen lassen. Nicht nur die eigenen Mädchentanzgruppen begeisterten die närrischen Gäste. Die „Funky Marys“, „Die drei Colonias und auch die „Cöllner“ sorgten für eine tolle Stimmung. Aus Köln konnte der Sitzungspräsident die Kölner Bürgergarde „Blau-Gold“ von 1904 mit ihrem Präsidenten Markus Wallpott begrüßen.
Ein weiterer Höhepunkt zur späten Stunde war „Et fussisch Julche“ (Marita Köllner), die mit ihrem Potpourri an Kölner Karnevalsliedern einen krönenden Abschluss der Wormersdorfer Sitzung bildete.
Die Tomburgspatzen von den „Fidelen Burgfrauen“ Wormersdorf zeigten ihre gekonnten Showtänze.
Das Rheinbacher Bürgermeisterdreigestirn Stefan Raetz, Claus Wehage und Kalle Kerstholt verliehen ihren zweiten Glasorden an Heinz Born.
Ein weiteres Geburtstagskind im Saal, Christel Wendker, Standesbeamtin im Rheinbacher Rathaus, wurde von Bürgermeister Raetz gratuliert.
