MGV Höhr: Aschenbratenfest am Flürchen
Heißer Braten an kalten Tagen
Höhr-Grenzhausen. Bald sind es 175 Jahre, in denen der MGV Höhr e.V. einlädt, um zusammen zu feiern. Früher noch anlässlich des Buß- und Bettags, heute das Wochenende vorher. Auch in diesem Jahr kamen wieder zahllose Feinschmecker und Wanderer zur Grillhütte am Flürchen, um dort ihren traditionellen Aschenbraten zu bekommen.
Schon früh morgens kümmerten sich die Mitglieder des MGV Höhr um die Glut, in der später die vielen Aschenbraten schmorten. Die Sonne zeigte sich an diesem Samstag von ihrer besten Seite und so blieb es den ganzen Tag trocken. Ein Erfolgsfaktor für das Fest, denn mitten im Wald wäre es bei Regen ungemütlich geworden.
218 Aschenbraten wurden zubereitet und verkauft. Aufgrund der hohen Nachfrage war es nötig, vorher einen zu reservieren, denn sonst bestand die Gefahr, keinen Braten mehr abzubekommen.
Aber nicht nur Aschenbraten sollten den Hunger der Wanderer stillen. Auch frisch gebackene Kuchen und Martinsbrezel wurden passend zur Jahreszeit angeboten. Für etwas Wärme am kalten Novembertag sorgte ein Feuer, welches für Stockbrot bestens geeignet war. Dank Glühwein wurde der Körper auch von innen gewärmt und so stand einem langen Tag im Wald nichts mehr im Weg.
Viele Wanderer nutzten den Tag, um „Aschenbratenwanderungen“ zu machen und zogen speziell für die rustikale Mahlzeit ihre Wanderstiefel an. Einst wurde dieses Fest an Buß- und Bettag gefeiert, als Katholiken in den Wald zogen. Dank des MGV Höhr e.V. blieb diese Tradition auch mit Abschaffung des Feiertages bestehen.
Den ganzen Tag über kamen die Leute zur Grillhütte, um mit dem MGV einen schönen Tag im Wald zu verbringen. Im nächsten Jahr feiert der Verein sein 175-jähriges Bestehen. Auch dann wird es wieder Aschenbraten geben und alle Feinschmecker werden wieder eingeladen sein.
