Allgemeine Berichte | 19.10.2020

Barrierekataster Unkel

Helfer zur Datenerfassung gesucht

Unkel. Menschen mit Behinderungen stellen sich im Alltag viele Barrieren in den Weg. So fragt sich z.B. ein Mensch im Rollstuhl, der einen Ausflug plant: „Kann ich einen Fahrweg am Rhein erreichen? Kann ich dort einen Kaffee bekommen und gibt es dort ein Behinderten WC?“

Dies sind nur kleine Beispiele, die deutlich machen, welche Informationen vorab benötigt werden. Daher ist das Projekt „Barrierekataster“ in den vier Verbandsgemeinden in der Leader Region Rhein – Wied entstanden.

In der Stadt Unkel hatte die Entwicklungsagentur Unkel vor vier Jahren ein ehrenamtliches Projekt gestartet, das einen Barriereplan für die Innenstadt erarbeitete. Dieser Plan bietet eine erste Orientierung für Menschen mit Behinderungen, die sich touristisch in der Stadt aufhalten möchten und ist auf der Internetseite der Kulturstadt Unkel zu finden.

Er enthält Aussagen hinsichtlich Beschaffung von Wegebelag, Steigungen, Neigungen und Informationen zu behindertengerechten Einrichtungen und Beschilderungen.

Das neue „Barrierekataster“ soll darüber hinaus möglichst flächendeckende Daten erheben, die dann einheitlich, digital aufbereitet in allen Verbandsgemeinden verwendet werden.

Die Planung und Koordinierung des Projekts liegt bei dem Büro „Gesellschaft für Umweltplanung und wissenschaftliche Beratung“, Bonn. Es wurden dort in einem ersten Schritt als Bearbeitungsgrundlage einheitliche Erfassungsbögen und Karten bzw. Luftbildmaterial erarbeitet und zusammengestellt. Als zweites soll nun die Erhebung und Kartierung in allen Verbandsgemeinden erfolgen.

In Unkel hat die Entwicklungsagentur Unkel die Aufgabe übernommen, diese Erfassung der aktuellen Barrieresituation durchzuführen.

Zunächst wurden die Erfassungsräume und das Luftbildmaterial in Abstimmung mit der Verbandsgemeinde für die Stadt Unkel, Rheinbreitbach und Scheuren aufbereitet Jetzt werden ehrenamtliche, am Besten ortskundige Helferinnen und Helfer zunächst aus diesen Ortsgemeinden zur Kartierung und Erfassung gesucht. Beate Lister, Vorsitzende des Behinderten- und Seniorenbeirats der Verbandsgemeinde Unkel, unterstützt das Projekt: „Je mehr Erfasser sich bereiterklären mitzumachen, desto umfassender und genauer wird das Gesamtergebnis. Bei zukünftigen Planungen im öffentlichen Raum, aber auch im privaten Bereich, können damit auch die Belange der Menschen mit Beeinträchtigungen besser berücksichtigt werden“.

Dies bestätigt auch Jörg Harperath, Büroleiter Organisation und Finanzen der Verbandsgemeinde Unkel: „Wir begrüßen das Projekt, damit Menschen mit Beeinträchtigungen Orientierungshilfen gegeben werden können. Wichtig ist auch, daß im Rahmen von städtebaulichen Projekten diese Daten in die Planungen einfließen, damit kontinuierlich Verbesserungen erreicht werden können.“

Daher bittet die Entwicklungsagentur Unkel um rege Unterstützung durch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die im Zeitraum Dezember 2020 - April 2021 an einigen Tagen mitmachen wollen.

Diese können sich an Alexandra Schaumann-Visarius, Tel. (01 76) 81 03 59 13, und Clemens v. Weichs, Tel. (01 76) 31 49 47 43, oder per Mail bei info@entwicklungsagentur.de melden. Eine gemeinsame Einweisung und Schulung wird vorab organisiert.

Pressemitteilung der

Entwicklungsagentur Unkel e.V.

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