Integrationstreff Liebfrauen auch 2023 mehrgleisig
Helmut Bach: Hilfsgüter weiter direkt an Zielpunkte in Ukraine
Neuwied. Der Integrationstreff Liebfrauen/St. Matthias Neuwied wird auch im Jahr 2023 „in christlicher und europäischer Verbundenheit“ seinen Beitrag leisten beim Beschaffen lebenswichtiger Hilfsgüter für Menschen und Familien in der Ukraine und für Einrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäuser, Altenheime und Sozialdienste „in dem bombenterrorisierten Land“. Dieses Vorhaben sei eines der drei Einsatzfelder, auf denen das Integrationsteam seine Arbeit bündeln wolle.
Mit diesem Ausblick bekräftigte Helmut Bach, Koordinator der ehrenamtlichen Helfergruppe von Liebfrauen, die „Kontinuität des Wirkens meist im Stillen“. Er dankte ungezählten (auch Geld-)Spendern für nunmehr nur in Tonnengewicht messbare angelieferte Hilfsgüter, zum großen Teil neuwertig (Pharma, Verbandskästen, Drogerie Lebensmittel/Dosen, Babynahrung, Decken, Kleidung, Rollis, Gehhilfen).
Im Team Integrationstreff Liebfrauen/St. Matthias engagieren sich seit 2015 Brigitte Heselmann, Helmut Bach, Werner Hammes, Robert Kiefer, Siegbert Rathenow, Joachim Faustmann; von Anfang viele Jahre aktiv, inzwischen ausgeschieden Hilde Janzing-Schanz, Roswitha Klein, und Norbert Heselmann.
Anlass seiner Vorschau auf 2023 war ein frohes Beisammensein zum Jahresausklang 2022 im Pfarrsaal Liebfrauen in Neuwied von über siebzig Gästen: Kinder und Jugendliche aus der Ukraine mit ihren Eltern und Betreuerinnen, Neuwieder Neubürger syrischer, auch syrisch-kurdischer Herkunft, und auch aus der Türkei neu zugewanderte Familien.
Nach einem bunten Lyrik-, Gesangs-und Instrumental-Potpourri der Kinder zur Ehre ihrer geliebten Heimat bekundeten die syrischen und türkischen Besucher ihre Solidarität mit den ukrainischen Kriegsflüchtlingen und dem Freiheitskampf ihres Volkes gegen Putins Invasion und Bombenterror: Sie zeigten sich, Schulter an Schulter mit den Ukraine-Gästen, solidarisch mit dem geschundenen Land und seinen mutigen Menschen, demonstrativ die blaugelben Nationalflaggen hochhaltend.
Eingeladen zu diesem internationalen Miteinander hatten der Integrationstreff Liebfrauen/St. Matthias und das Neuwieder Eirene-Projekt Starke Nachbarn. Dessen Aktive an der Spitze sind Mariia Remezova, Bilal Almasri und Iyad Asfour. Letzterer, selber Syrien-Flüchtling, gehört seit den Anfängen der Arbeit des Integrationstreffs zu den eifrigen Helfern des Teams Liebfrauen.
Iyad Asfour sei „Vorbild und gutes Beispiel für selbstgewollte und eigenständig erzielte Integration, ohne die eigene Herkunftsidentität beiseitezuschieben“, charaktisierte Helmut Bach „unseren Freund“. Darüberhinaus so der Teamkoordinator, seien die Kolleginnen und Kollegen des Teams dankbar, im nunmehr achten Jahr ihres Engagements über den Lebensweg vieler Frauen und Männer, „die wir mit betreuen durften“, resümierend sagen zu können: Sie (und ihr Nachwuchs) haben es geschafft: Hinein in Arbeit und Bildung, raus aus dem Sozialkorsett“.
„Das wollen wir auch künftig erreichen, unterstrich Helmut Bach. Deshalb sei das zweite Arbeitsfeld das Fortsetzen der bewährten (ergänzenden) Hilfen bei Sprache, Behörden, Arbeit, Gesellschaft, Kultur. Dieses Angebot richte sich an jede Person, die, aus welchem Land auch immer kommend, in der Stadt Neuwied aufenthaltsberechtigt ist. Aktuell betreffe das ukrainische Flüchtlinge.
Das dritte Arbeitsfeld: Individuelle Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern. Ziel: Fairer Umgang mit Menschen aus der Fremde. Heißt nicht, blauäugig zu sein! „Kriminelle Rowdies, solche mit Migrationshintergrund genauso wie „einheimische“ gehören vor Gericht bzw. zurück ins Herkunftsland, fügte Helmut Bach aus aktuellem Anlaß hinzu. Im übrigen mache der Integrationstreff keine Migrationspolitik, sondern versuche, auch im Interesse der Stadt und ihrer Einwohner, denen Beistand zu leisten, die in Neuwied gelandet seien.
Blick in die Vergangenheit: Auslöser der ehrenamtlichen Initiative Integrationstreff Liebfrauen/St. Matthias war das Flüchtlingscamp, das in der Turnhalle Raiffeisenschule, nur wenige Minuten Fußweg zu Kirche und Pfarrsaal Liebfrauen entfernt, 2015 eingerichtet worden war: Hier fanden auf dem Höhepunkt des „Flüchtlingszustroms Syrienkrieg“ Hunderte überwiegend junger Männer aus Syrien, dazu aus Afghanistan, Irak und Iran erste Unterkunft und Betreuung.
Stadt und Kreis Neuwied und Deutsches Rotes Kreuz waren Pioniere der später folgenden strukturierten gemeinsamen Hilfe von Behörden, Schulen und Volkshochschulen und nicht zuletzt zahlreichen ehrenamtlichen Gruppierungen in der Stadt Neuwied, vor allem der Kirchengemeinden. Sie alle pflegen nach wie vor einander unterstützende Kontakte.
Pressemitteilung des
Integrationstreff Liebfrauen
Nach einem bunten Lyrik-, Gesangs-und Instrumental-Potpourri der Kinder zur Ehre ihrer geliebten Heimat bekundeten die syrischen und türkischen Besucher ihre Solidarität mit den ukrainischen Kriegsflüchtlingen und dem Freiheitskampf ihres Volkes gegen Putins Invasion und Bombenterror: Sie zeigten sich, Schulter an Schulter mit den Ukraine-Gästen, solidarisch mit dem geschundenen Land und seinen mutigen Menschen, demonstrativ die blaugelben Nationalflaggen hochhaltend. Quelle: Integrationstreff Liebfrauen
