Allgemeine Berichte | 09.03.2021

Parents for Future unterstützen Photovoltaik auf gemeindeeigenen Gebäuden

Henseler Hof nach dem Solarkataster „sehr gut geeignet“

Ein sehr positives Bild zeigt das Sonnenkataster für den Henseler Hof in Niederbachem; die gute Eignung für Photovoltaik könnte auch über Fremdfinanzierungsmodelle genutzt werden. Ein Display zeigt dabei kontinuierlich den Energiegewinn und deie CO2 Einsparung. Foto: Privat/Montage aus dem Solarkataster RSK

Wachtberg. „Diskutiert wird zwar viel, doch entscheidend sind die Fakten, dem Klimawandel mit Taten zu begegnen“ schreiben die Wachtberger Parents for Future in einer aktuellen Presseerklärung und verweisen auf das Solarkataster des Rhein Sieg Kreises. Unter der Internetadresse rhein-sieg-solar.de ist über das gesamte Kreisgebiet ein Kataster aller Dächer aufrufbar.

Die Hauptzielrichtung ist die Eignung der Dächer für Solarenergie, wobei sowohl die Himmelsausrichtung als auch die Dachneigung in das Eignungsprofil eingearbeitet ist.

Die Wertungen reichen in sechs Qualitätsstufen von „möglicherweise geeignet“ bis „hervorragend geeignet“.

Dieses Kataster ist auch über ein Erklärvideo erreichbar, das im Internet unter energieundklima-rsk.de abrufbar ist. Die Möglichkeiten des Solarkatasters sind so ausgereift, dass anhand unterschiedlicher Parameter eine (fast) centgenaue Wirtschaftlichkeit über eine definierte Laufzeit berechnet werden kann. In dieser Ausführlichkeit ist es ein ausgezeichnetes Tool, um mit einer wirtschaftlichen Solaranlage dem Klimawandel entgegen wirken zu können

Der Henseler Hof bietet ein übergroßes Potential für „Sonnenstrom“

Die Parents haben das Solarkataster auch einmal über den Henseler Hof in Niederbachem gelegt und dabei erfreulicherweise feststellen können, dass „der gesamte gemeindeeigene Gebäudekomplex für Photovoltaik sehr gut geeignet ist. Insbesondere die Größe der Dachflächen und die Himmelsausrichtungen drängen sich für Solarpanels geradezu auf“, bewerten sie die Analyse die Liegenschaften. Man wundere sich, so weiter, dass die Verwaltung und die Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen bisher dieses enorme Potential „links liegengelassen haben“.

Die Parents appellieren jetzt noch einmal sehr dringend an die Entscheidungsträger, im Zuge der geplanten Umbaumaßnahmen „diese wunderbare Gelegenheit zum Schutz vor dem Klimawandel und sogar zum Geldverdienen“ bei den weiteren Planüberlegungen mit zu berücksichtigen.

Der Königsweg zur Umsetzung kann die Verpachtung der Dachfläche an Dritte sein

Ein interessantes Fremdfinanzierungs- und Betriebsmodell bringen die Parents jetzt als eine Art „Königsweg“ ins Spiel. Hierbei kann die Finanzierung der Investition einer Photovoltaikanlage ohne, dass die Gemeinde Wachtberg selbst Geld in die Hand nehmen muss, ermöglicht werden: Die Verpachtung der Dachfläche an Dritte, etwa an die enewa oder an eine zu gründende Bürgerenergiegenossenschaft.

Diese planen, errichten und betreiben die Photovoltaikanlage und speisen den produzierten Strom in das öffentliche Netz ein. Mit einer solchen Lösung ist sowohl der finanzielle, als auch der personelle Aufwand für die Gemeinde erstaunlich gering. Der Klimaschutzeffekt kann damit schnell und effizient erreicht werden, ohne, dass die geplanten Umbaumaßnahmen aufgeschoben werden müssen. Neben der reinen Verpachtung der Dachflächen ist auch die Miete der fremdinstallierten Photovoltaikanlage an die Gemeinde denkbar, die dann den Strom für eigene Zwecke nutzen kann. Auch bei dieser Lösung ist die Kooperation mit der enewa oder einer Bürgerenergiegesellschaft eine gute Wahl. „Warum soll Wachtberg immer zaudern, zögern und zuwarten und nicht aktiven Klimaschutz auf der Überholspur betreiben?“ lautet die rhetorische Frage der Parents in ihrer Pressemitteilung.

Die Sonnenstromproduktion mit einem Werbedisplay allen präsent zeigen

Eine besonders kreative Idee ist es, den erzeugten Strom in einem öffentlich am Henseler Hof angebrachten Display für jedermann sichtbar zu machen. „Damit kann die Gemeinde ein exzellentes Vorbild in Sachen Photovoltaik und Klimaschutz werden“, freuen sich die Parents und hoffen auf eine möglichst hohe Energiegewinnung. Etwas visionär aber mit einem großen Schutz Optimismus stellen sich die Parents das neue Sonnendisplay vor, „das zwischen den parallel anzubringenden Fassadenbegrünungen und im kühlenden Schatten des neu gepflanzten Baumes den Klimaschutz in Kilowattstunden präsentiert“.

Die Parents sind davon überzeugt, dass damit ihre Vorstellungen einer Bürgerenergiengenossenschaft, die gleichzeitig auch die Windkraftdiskussion für Wachtberg mit einbinden würde, einen weiteren großen Schritt in Richtung Realisierung machen würden.

Pressemitteilung

Parents for Future, Wachtberg

Ein sehr positives Bild zeigt das Sonnenkataster für den Henseler Hof in Niederbachem; die gute Eignung für Photovoltaik könnte auch über Fremdfinanzierungsmodelle genutzt werden. Ein Display zeigt dabei kontinuierlich den Energiegewinn und deie CO2 Einsparung. Foto: Privat/Montage aus dem Solarkataster RSK

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