Herbst 2020 - ein Herbst wie gewohnt?
Die Sonne hat die Vorherrschaft verloren,
am Himmel jagen Wolken, Wind und Sturm.
Zugvögel fliegen fort auf die Komoren,
ein Wetterhahn hält stand auf hohem Turm.
Die Dunkelheit verkürzt der Tage Dauer,
die langen Nächte werden spürbar kühl.
Die Winkelspinnen liegen auf der Lauer.
Gar ferne ist des Sommers Wohlgefühl.
Warm wird umhüllt, was sommers lag zutage.
Die leichten Kleider sind schon „ winterfest“.
Auch Amor passt sich an der Wetterlage
und sucht ´ne Decke für sein Liebesnest.
Vom Baume fällt das Laub nun Blatt um Blatt,
das Leben scheint aus allem zu entschwinden,
doch höchst virulent, nicht im Geringsten matt,
bedroht ein Virus unser Wohlbefinden.
Die künftigen Tage sind noch dunkle Nacht,
da ist kein Seher, der sie kann erhellen.
Drum lasst uns achtsam bleiben, auf der Wacht,
damit wir an Coronas Klippen nicht zerschellen .
Theo Müller-Ehlen, Adenau
