Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche St. Remaclus Waldorf
Hervorragendes Konzert begeisterte zahlreiche Besucher
Waldorf. Das Dreikönigskonzert der Kirchenchöre der Pfarreien St. Remaclus in Waldorf und St. Viktor in Oberbreisig gehört seit mehreren Jahren zum festen Veranstaltungskalender im Vinxtbachtal. Gemeinsam mit dem Männergesangverein 1877 Eintracht Westum und dem Projektchor Cantemos hatte man zu einem weihnachtlichen Konzert am Sonntag, 7. Januar in die Pfarrkirche St. Remaclus in Waldorf eingeladen. Die erwartungsvollen Zuhörer konnten in einem rund 100-minütigen Konzert noch einmal weihnachtliche Musik zum Jahreswechsel genießen. Sie alle waren von den Darbietungen der Chöre wie auch der Solisten beeindruckt, was sie durch lang anhaltendem Applaus am Ende des Konzertes bezeugten. In dem über eineinhalb stündigen anspruchsvollen Programm, das die Chöre bereits am 29. Dezember in der Westumer Pfarrkirche dargeboten hatten, wechselten Chor- und Sologesang mit reinen Instrumentalstücken ab. Die Gesamtleitung des Konzertes lag in den Händen der Chorleiterin Andrea Ernst, die selbst auch als Solistin mitwirkte.
Die beiden Kirchenchöre aus Oberbreisig und Waldorf eröffneten das Programm stimmgewaltig mit dem feierlichen „Transeamus“ (von Joseph Ignaz Schnabel), begleitet von Günter Monien auf der Trompete und Sonja Gentz auf der Querflöte, bevor der Vorsitzen-de des gastgebenden Kirchenchores „Cäcilia“ Waldorf, Paul Weber, die Chöre und ihre Dirigentin Andrea Ernst sowie die zahlreich erschienenen Besucher aufs Herzlichste begrüßte. Beim anschließenden sehr einfühlsamen, alpenländischen „O heil‘ges Kind“ (Satz R. Schäfer) begleitete Sonja Gentz die beiden Chöre mit ihrer Querflöte.
Auch der Projektchor Cantemos wirkte beim diesjährigen Dreikönigskonzert erneut mit. Begleitet von Miguel Esteban (Gitarre) und Susanne Nachtsheim (Blockflöte) trugen die Sängerinnen und Sänger die beiden südamerikanischen Weisen „Cancion para la navi-dad“ und „Campana sobre campana“ vor.
Der MGV 1877 Eintracht Westum begann mit dem „Oh du fröhliche“ in einem Satz von J. Hoybye das diesjährige Konzert. Ihm ließen die Sänger das „Die stille heilige Nacht“ (katalanisch, Satz B. Stallmann) folgen.
Als Solisten beeindruckten anschließend Elisabeth Mundorf (Klarinette) mit „Stranger on the shore“ (A. Bilck), die Sopranistin Edda Hornberger mit „The Star of Bethlehem“ (S. De-Forde) und Günter Monien (Trompete) mit „Herrscher des Himmels“ (J. S. Bach). Das aus dem 17. Jahrhundert stammende „Vom Himmel hoch, o Englein kommt“ ließ Rudi Ebeling (Bass) mit seiner sonoren Stimme erklingen und Sonja Gentz intonierte gekonnt mit ihrer Querflöte das „In dulci jubilo“, bevor Edda Hornberger (Sopran), Andrea Ernst (Alt) und Klemens Neuhaus (Bass) die ruhige Weise „Ich steh an deiner Krippe hier“ (G. C. Sche-melli/L. Maierhofer) erklingen ließen. Zu spontanem Beifall führte danach das Lied von der Heiligen Nacht, das Detlef Schäfer mit heller, klarer Tenorstimme vortrug.
Der Männergesangverein Eintracht Westum, begleitet von Günter Monien auf der Trompe¬te, sang im Anschluss das englische Weihnachtslied „Hört die Botschaft“ (F. Mendelssohn/M. Bretschneider) und „Wo Liebe ist, wird Frieden sein“ (O. Groll), wobei Detlef Schäfer seine Tenorstimme im Solo erklingen ließ.
Mit den beiden südamerikanischen Weisen „Hoy en la tierra“ und „Una historia occurio“ wusste der Projektchor Cantemos erneut zu gefallen, wobei er von Elisabeth Mundorf (Klarinette) und Miguel Esteban (Gitarre) musikalisch begleitet wurde.
Die beiden Kirchenchöre aus Oberbreisig und Waldorf intonierten danach „Dormi Jesu“ (R. Lloyd), wobei Edda Hornberger (Sopran) und Paul Weber (Tenor) die Solopartien übernahmen. „Hört den Glockenklang“ (E. Bond) ließen die Sängerinnen und Sänger anschließend erklingen.
Mit dem „Friedenskanon“ (J. Pachelbel/P. M. Liebergen) leiteten die Chöre den gemeinsamen Auftritt aller Aktiven ein. Natürlich durfte das „Stille Nacht“ (J. Mohr/F. Gruber) nicht fehlen. Die erste Strophe wurde dabei vom MGV gesungen, die zweite Strophe von den Solisten und bei der dritten Strophe stimmten alle Sängerinnen und Sänger in den großen Chor ein. Die Zuhörer belohnten die Darbietungen der Akteure mit lang anhaltendem Applaus und Standing Ovation. Der Vorsitzende des gastgebenden Kirchenchores aus Waldorf, Paul Weber, dankte allen Aktiven und besonders der Dirigentin Andrea Ernst, die in vielen Proben das Programm mit den Chören und Solisten einstudiert hatte, und überreichte ihr einen Blumengruß.
Da für das Konzert kein Eintrittsgeld erhoben wurde, wies der Vorsitzende auf die Möglichkeit einer freiwilligen Spende hin, die den Kindergärten in Oberbreisig und Waldorf zu Gute kommen soll, bevor Andrea Ernst am Keyboard „Nun freut euch, ihr Christen“ anstimmte, in das alle, Solisten, Chöre und Konzertbesucher, einstimmten und so ein tolles Finale bei einem herrlichen Konzert bereiteten.
Man darf sich bereits jetzt auf eine Fortsetzung der Konzertreihe im nächsten Jahr freuen. WER
