Hexenwahn in der Region
Meckenheim. In ein grausames Kapitel der Geschichte - die Zeit der Hexenverfolgungen - führt Dieter Ohm am Dienstag, 17. Juni, ab 18 Uhr mit einem Vortrag im Herrenhaus Burg Altendorf (Burgstraße 5). Dabei konzentriert er sich auf die Region um Rheinbach, Meckenheim, Lüftelberg und Flerzheim. Zu dieser Veranstaltung lädt der Verein Meckenheimer Stadtmuseum und Kulturforum ein, dessen Vorsitzender Dieter Ohm ist.
Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts war die Hexenverfolgung auf ihrem Höhepunkt - auch und gerade im Kurfürstentum Köln, zu dem das Amt Rheinbach gehörte. Allein im Jahr 1636 wurden in den genannten Orten 120 bis 125 Menschen verbrannt. In Meckenheim sollen innerhalb von zwei Monaten 70 Menschen - Frauen wie Männer - ihr Leben auf dem Scheiterhaufen verloren haben.
Dieter Ohm schildert, auf welchen Rechtsgrundlagen die Verfolgung der als Hexen und Hexer bezeichneten Menschen fußte und wer maßgeblich daran beteiligt war. Aber auch Gegner der Verfolgungen, darunter Friedrich von Spee, werden gewürdigt.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Der Vortrag ist Teil der Meckenheimer Kulturtage.
