Hillscheid feierten drei Tage lang Kirmes
Hier war der Bär los
Hillscheid. Am letzten Wochenende herrschte in den Straßen Hillscheids buntes Treiben. Die alljährliche Kirmes fand statt und hatte viel zu bieten.
Wer alles von der Kirmes erleben wollte, sah auch einige Gassen des Orts, da der Platz mit den Fahrgeschäfte und Buden wie immer eine Strecke vom Alten Schulhof, auf dem sich das Zelt aufgebaut war, entfernt war. Der große Kirmesbaum, an dem der typische Hillscheider Bär befestigt war, stand prachtvoll inmitten der Schieß- und Losbuden. Wer Action suchte, war beim Autoscooter genau richtig oder konnte auf dem Karussell hoch hinaus. Wem das noch nicht genügte, den erwartete am Zelt ein buntes Programm, das auch in diesem Jahr von der Kirmesgesellschaft Hillscheid in Zusammenarbeit mit dem MGV Edelweiß organisiert wurde.
Traditioneller Ortsabend
Los ging es am Freitag mit einem Gottesdienst und dem anschließenden Zug zum Kirmesplatz. Dort fand abends die Eröffnung der Kirmes statt. Beim traditionellen Hillscheider Abend durften sämtliche ortseigenen Gruppen auf der Bühne zeigen, was sie konnten. Neben dem MGV Edelweiß und der Garde des TSV Bärenland betraten auch der eigens gegründete Projektchor und der Musikverein Hillscheid die Bühne. Im gut gefüllten Zelt herrschte heitere Stimmung, als Tradition mit modernen Liedern kombiniert wurde. Bei der abschließenden 80er- und 90er-Party feierte die Menge noch bis spät in die Nacht.
Am Samstag lud der dritte Hillscheider Biermarathon zu viel Belustigung ein. Vier Teams mit jeweils vier Leuten traten auf einer Strecke von rund 2,5 Kilometern gegeneinander an. Dabei galt es, die vier Stationen so gut wie möglich zu meistern, obwohl man schon das eine oder andere Bier intus hatte. Das Wetter machte aus dem Biermarathon einen Wettlauf gegen den Regen, dennoch ließen sich Teilnehmer und Zuschauer davon nicht die Laune verderben. Nach dem Finalspiel im Zelt stand fest: „Dä Roggäs“ konnten den Sieg für sich verbuchen.
80er-Musik und Cocktailbar
Ob sie im Regen ausgerutscht waren oder ihre Stimmen noch ölen mussten, ist unklar, jedenfalls ließ der Liveact des Abends, „Knutschfleck“, lange auf sich warten. Nach einiger Verspätung trafen die Musiker trotzdem und brachten das Publikum in Stimmung. Es wurde ausgelassen getanzt und gesungen zur Musik der Neuen Deutschen Welle. Da war es verständlich, dass auch einmal Pause gemacht werden musste, um sich zu erfrischen. Dafür hatte die Kirmesgesellschaft gesorgt und mit einer großen Cocktailbar, die viele Aktionen beinhaltete, für die nötige Erfrischung gesorgt.
Trotz langer Feier am Abend fanden sich schon am frühen Sonntagmorgen Kirmesgesellschaft und Einwohner in der Pfarrkirche St. Josef ein, um das Hochamt zur Kirmes zelebrieren zu können. Im Anschluss sorgte der Musikverein Hillscheid beim zünftigen Frühschoppen für die richtige musikalische Untermalung. Nachmittags klang die Kirmes mit Kaffee und Kuchen und einem vielfältigen Kinderprogramm aus. Während Kinderschminken, Schweinestechen und anderen Spielen durften die kleinsten Tanzgruppen des Dorfes auf der Bühne ihre einstudierten Tänze vorführen. Beim letzten tosenden Applaus freute sich die Kirmesgesellschaft über eine solch erfolgreiche Kirmes, die auch trotz Regen nicht ins Wasser fiel.
Die 20 Jungen und Mädchen haben auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammen gestellt und dabei an jede Altersgruppe gedacht. Nun freut sich schon das ganze Dorf aufs nächste Jahr, wenn die Hillscheider wieder den Bären herauslassen können.
Bühne frei für die kleinsten Tänzerinnen des Dorfs.
Beliebt bei Jung und Alt war die Schießbude.
Für die Kinder gab es am Sonntagnachmittag viel Spaß und Unterhaltung im und um das Zelt, dafür sorgte die Kirmesgesellschaft.
