Kinder- und Jugendinitiative Merzbach
„Hier wurde der europäische Gedanke praktisch erfahrbar“
Rheinbach. Mit Bürste, Spachtel, Meißel, Schaufel, Spitzhacke und Kelle rückten sie dem Sockel einer lebensgroßen Jesusfigur bei der „Initiative zur Erhaltung des historischen Friedhofs“ zuleibe: eine Gruppe von sechs Jugendlichen der Kinder- und Jugend Initiative Merzbach (KJI) unter der Betreuung von Kalle Kerstholt, H.-P. Kreische und Ralf Schön. Sie waren für eine Woche in die tschechische Partnerstadt von Rheinbach (Kamenický Šenov/Steinschönau) gereist, um dort bei den Restaurierungsarbeiten tatkräftige Unterstützung zu leisten. Zurück kamen die Jugendlichen mit dem Gefühl, nicht nur Freundschaften geschlossen, sondern etwas für ein gemeinsames Europa erreicht zu haben. Nach einer Woche harter Arbeit war das Fundament für die segnende Christusfigur wieder zu einem sicheren Standort geworden. Drei Fundamente waren von den angereisten Helfern ausgehoben und wieder hergestellt worden. Zudem wurde das Mauerwerk neu verfugt und gereinigt.
„Ich bin sehr begeistert von der Arbeitsmotivation unserer Jugendlichen. Sie haben sich der Herausforderung gestellt und in einer tollen Gemeinschaftsarbeit ausgeführt“, so der Vorsitzende der Kinder- und Jugendinitiative Merzbach (KJI), Kalle Kerstholt. Bei sommerlichen Temperaturen von bis zu 26 Grad waren die sechs Jugendlichen Helene Pakleppa (17), Frederike Lehnen (17), Tristan Stuck (17), Johannes Bruns (17) sowie die Brüder Arved (17) und Jasper Finke (16) rund 700 Kilometer in die tschechische Partnerstadt gereist, um das Projekt „Zur Erhaltung des historischen Friedhofs“ tatkräftig zu unterstützen.
Ebenso angereist waren Mitglieder des Vereins der Städtepartnerschaft Rheinbach/Kamenický Šenov, darunter der Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung, Winfried Kern. Er hatte sich im Frühjahr an Kerstholt gewandt und auf die desolate Situation des historischen Friedhofs hingewiesen. Auf diesem stehen nicht nur erhaltenswerte Grabmäler, Wände, Statuen und Mausoleen aus der großen Zeit der nordböhmischen Glasraffinerie, sondern dort befinden sich die letzten Ruhestätten der Vorfahren etlicher Rheinbacher Bürger, die zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs ihre Heimat verlassen mussten und sich in Rheinbach neu angesiedelt hatten. Der ehemalige Bürgermeister Ota Reiter, der im Rahmen der Städtepartnerschaft schon mehrfach Rheinbach besucht hatte, lud die Jugendlichen zu sich ein, bewirtete sie und gönnte den erhitzten Junghandwerkern in seinem privaten Swimmingpool mehrmals eine Erfrischung. Unterm Strich war dieser partnerschaftliche Arbeitseinsatz ein Gewinn für alle Seiten. „Hier wurde der europäische Gedanke für die Jugendlichen praktisch erfahrbar. Die Gastfreundschaft und die Dankbarkeit, die sie erfahren haben, bestätigen sie darin, etwas Richtiges getan zu haben. Die Jugendlichen sind stolz auf sich selbst und das, was sie geschafft haben. In einem Jahr, wenn diese Erhaltungsmaßnahmen abgeschlossen sind, wollen wir noch einmal zurückkehren“, so das Resümee des Vorsitzenden der KJI.
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