Flüchtlingshelferkreis Rheinbach integriert Flüchtlinge in das Helferteam
Hilfe zur Selbsthilfe
Rheinbach. Der Flüchtlingshelferkreis Rheinbach wagt einen interessanten Versuch. Die aus 15 Arbeitsgruppen bestehende, ehrenamtliche Helferorganisation hat nunmehr ein weiteres Team aufgebaut. Eines, das ausschließlich aus Flüchtlingen besteht. „Wir haben sehr engagierte und leistungswillige Flüchtlinge, die nur zu gerne selbst mit anpacken, um ihren Aufenthalt und ihre Integration in Deutschland zu einem Erfolg zu machen. Einige haben sich schon in unserer Kleiderstube oder beim Café International hilfreich bewährt. Was lag also näher, als diesem Wunsch nach Hilfe zur Selbsthilfe zu entsprechen und die Flüchtlinge noch stärker und gleichberechtigt in unsere Hilfsgemeinschaft einzubinden“, erklärt Dirk Frankenberger aus der Teamleitung des Helferkreises. Der Wunsch nach einer selbstbewussten und eigenbestimmten Position im Team entspricht der Philosophie der überkonfessionellen und überparteilichen Helferorganisation, die sehr viel Wert auf respektvollen und partnerschaftlichen Umgang mit den Flüchtlingen legt. Deshalb hat man sich auch entschieden, die Mitarbeit der Flüchtlinge in eine eigene Arbeitsgruppe einmünden zu lassen, die künftig den Helferkreis, die Verwaltung und natürlich den Flüchtlingen selbst bei der Bewältigung von kommunikativen Aufgaben, bei Behördengängen, Arztbesuchen und bei der Organisation von Veranstaltungen zur Seite stehen soll. Weiterhin wird diese Gruppe versuchen, auftretende Probleme im Hinblick auf Konflikte im Verhältnis der Flüchtlinge untereinander zu adressieren und ggfs. schlichtend einzuschreiten. Die Gruppe wird, wie jede andere Arbeitsgruppe auch, durch einen Sprecher (mit Stellvertretung) vertreten und an allen Veranstaltungen des Helferkreises teilnehmen. Die notwendigen Ressourcen, wie Computer, Drucker und Büromaterial werden vom Helferkreis zur Verfügung gestellt. Die regelmäßigen Treffen des Teams werden in Räumen der Fachhochschule Rhein Sieg stattfinden, die dankenswerterweise diese Initiative des Helferkreises unterstützt.
„Wir freuen uns auf eine noch intensivere Zusammenarbeit mit den Flüchtlingen und werden das Team Neubürger, das wir so genannt haben, um den Aufbruch in eine neue, sichere und eigenverantwortliche Zukunft, weg von Flucht und Bedrohung, zu dokumentieren, mit allen Kräften unterstützen“, bekräftigte Gert-Uwe Geerdts, Mitglied der Teamleitung des Helferkreises.
