Allgemeine Berichte | 27.09.2018

Reisetagebuch aus Namibia

„Hilfe zur Selbsthilfe"

Menschen eine Perspektive für ihr weiteres Leben geben: Das war das Ziel von Marco Pfeifer aus Moschheim, als er nach Namibia reiste

Die aus dem Container gebaute kleine Werkstatt mit Stromanschluss.

Montabaur/Namibia. Nach Namibia reisen um Menschen eine Perspektive für ihr weiteres Leben zu geben. Das war das Ziel von Marco Pfeifer aus Moschheim. Im März dieses Jahres war er deswegen wieder in Dörfern Namibias. Mit der „Hilfe zur Selbsthilfe“ hilft er jungen Menschen indem er ,unter anderem, aus einem Container eine kleine Werkstatt baute. Durch praktische Erfahrungen vor Ort, zeigte er ihnen einen möglichen Weg aus der Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Ob durch zuvor gespendete Materialien oder durch die Weitergabe seiner Erfahrungen und seinem persönlichen Engagement, er half wo er nur konnte. Auch wenn er unglaublich viel Dankbarkeit erfuhr, gab es auch immer wieder einige Hürden die überwunden werden mussten. Marcos Ansprechpartner vor Ort war Herr Horn von dem Projekt Kaokoland e.V..Das Projekt setzt sich für den Bau von Schulen, für die Förderung von Bildung, für Umweltschutz, für die Bewahrung der Traditionen und für den Transport von Lebensmitteln und Materialien ein.

Perspektive nach der Schule

Die Fertigstellung der kleinen Werkstatt, die durch die zahlreichen Maschinen-, Material- und Werkzeugspenden ermöglicht worden ist, war der erste Schritt in Richtung Ziel für Marco. Was haben die Kinder für Perspektiven? Selbst nach der Schule? Denn die Jungs und Mädchen würden dann zwar möglicherweise rechnen, lesen und schreiben können, hätten jedoch keinerlei praktische Erfahrung, und keine Chance darauf diese nachzuholen. Darauf setze er an, Marco wollte den Jungs nahe legen das nicht immer alles weggeschmissen werden muss, sondern dass man auch, wenn nötig, was reparieren oder herstellen kann. Für den Container wurde sogar ein fester Stromanschluss gelegt, damit es keine Stromschwankungen mehr gab. Der Bauunternehmer Urs hatte ihnen erlaubt, den Container an den Stromanschluss seines Wohnhauses anzuschließen. Der Container und ein von Marco erworbener Schulbus wurden Frau und Herr Horn, den Initiatoren des Projektes, übergeben.

Weitere Vorhaben

Marco hat als Teil seines Projekts einen „Mustergrill“ als Kochstelle gebaut, damit die Jungs diesen nachbauen können. Auf Anfrage hat er mit den Jungs mehrere gebaut und verkauft. Das hat er dann auch mit Stühlen und Tischen gemacht, zuerst welche gebaut, gewartet bis potenzielle Kunden darauf aufmerksam werden und Aufträge angenommen. Marco hat den Jungs gezeigt wie man repariert, ausbessert ,schweißt und vieles mehr. Nachdem Marco den Jungs anfangs noch alles gezeigt und geholfen hat, hat er ihnen mit der Zeit immer mehr allein zugetraut, da sie nach seiner Abreise auch allein weiter machen sollten und auch ausnahmslos wollen. Zwischen den Aufträgen hat Marco auch anderweitig geholfen, indem er mit Herr Horn zu verschiedenen Schulen gefahren ist und ihnen Spendengüter wie zum Beispiel: Lebensmittel, Trikots, Spielzeuge, Papier, Stifte, Häckelsets und mehr übergeben hat. Die aus den Häckelsets entstandenen Mützen werden durchfahrenden Touristen angeboten. Alle Spenden, ob Material- oder Geldspenden, haben eine Verwendung gefunden. Ob beim Bau der kleinen Werkstatt, bei den Besuchen der Schulen und Kindergärten oder beim Bau von Stühlen, Tischen, Fahrrädern und Grills. Sein Reisetagebuch war sein stetiger Begleiter, darin berichtet er von seinen Erlebnissen rund um die Reise. Das Reisetagebuch kann auf www.blick-aktuell.de durchgelesen werden. Um das Projekt zu unterstützen kann mit einer Spende auf das Konto DE 56 7012 0400 3275 0590 08 geholfen werden.

Annkathrin Brückner

Marco zeigte den Jungs unter anderem auch wie man schweißt, ausbessert und repariert.Marco Pfeifer

Marco zeigte den Jungs unter anderem auch wie man schweißt, ausbessert und repariert.Fotos: Marco Pfeifer

Die aus dem Container gebaute kleine Werkstatt mit Stromanschluss.

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