Hospiz-Verein Rhein-Ahr wählt neuen Vorstand
Hingabe für die Hospizarbeit
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Andrang war groß bei der Jahreshauptversammlung des Hospiz-Vereins Rhein-Ahr. Das lag daran, dass ein neuer Vorstand gewählt wurde und sich viele von der langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Hildegard Schneider verabschieden wollten. Schneider hatte vor 32 Jahren den Verein, der heute fast 1400 Mitglieder zählt, mitgegründet und ist das letzte verbliebene Gründungsmitglied im Vorstand gewesen. „Dein Aufgabenfeld, war immer das Ehrenamt, das keine Aufgabe für dich war, sondern Hingabe“, erklärt die Vereinsvorsitzende Ulrike Dobrowolny direkt an ihre langjährige Vize gewandt: „Dein unermesslicher Erfahrungsschatz aus deiner langen beruflichen Tätigkeit und deine Kompetenzen aus 18 Jahren Pflegedienstleistung im Krankenhaus Maria Hilf waren für den Verein ein großartiger Gewinn.“ Dafür überreichte Dobrowolny Schneider, die bereits 2018 mit der Landesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde, die Urkunde der Ehrenvorsitzenden des Vereins.
„Der Weg war sehr steinig“, erinnerte sich Hildegard Schneider. Gerade in den Anfängen seien sie und die anderen Gründungsmitglieder des Vereins als „Psychos“ abgetan worden, weil sie die Bedingungen für Sterbende auch im Krankenhaus verbessern und das Lebensende menschenwürdiger gestalten wollten. Schneider gab den Dank an sie zudem weiter an die hauptamtlichen Hospizschwestern sowie speziell auch die ehrenamtlichen Hospizbegleiter des Vereins, denen ihr besonderes Augenmerk galt: „Ihr seid enorm, was ihr leistet in eurer Freizeit, wie ihr Schwerkranke und deren Angehörige begleitet.“
76 aktive ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Begleiter haben im vergangenen Jahr 3070 Stunden ihrer Zeit geschenkt, um bei 1365 Besuchen Menschen zu Hause, in Pflegeeinrichtungen und im stationären Hospiz im Ahrtal beizustehen. Überdies sind von den vier hauptamtlichen Koordinatorinnen 251 Menschen begleitet und 49117 Kilometer zurückgelegt worden für die psychosoziale Begleitung und palliativ-pflegerische Beratung im gesamten AW-Kreis, wie aus den Berichten bei der Versammlung weiter hervorging. Im stationären Hospiz im Ahrtal sind im vergangenen Jahr 86 Menschen am Lebensende aufgenommen worden, so Hospizleiterin Gabriele Ruggera. Groß ist mit 224 auch die Zahl der Patienten, die das elfköpfige Team der „Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung“ (SAPV) in 2023 zu Hause begleitet hat: „Die Zahl stieg von Monat zu Monat“.
Um den Bürgern im Kreis Ahrweiler die Unsicherheit im Umgang mit Sterbenden zu nehmen und das Wissen um die Sterbebegleitung wieder mehr in der Gesellschaft zu verankern, bietet der Verein seit einiger Zeit „Letzte Hilfe“ Kurse an. Trotz mancher Herausforderungen in Folge der Flut und von Corona sind in 2023 zudem insgesamt 175 Stunden Trauerarbeit geleistet worden.
„Ein solides finanzielles Polster“ bescheinigte dem Verein Schatzmeisterin Claudia Steinheuer. Anvisiertes Ziel ist laut Dobrowolny die ambulante Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler künftig in einem Gebäude respektive einem Zentrum noch sichtbarer zu machen, in dem der Hospiz-Verein Rhein-Ahr, die SAPV und ein Tageshospiz mit angeschlossenem Trauerzentrum sowie weitere Anbieter im Sinne einer „Caring Community“ Platz finden.
Die harmonischen Vorstandswahlen bestätigten für weitere drei Jahre die Vorsitzende Ulrike Dobrowolny, als Schriftführerin Monika Lessenich und die Beisitzerinnen Berta Bauer und Dr. Liesel Alberecht im Amt. Neue Stellvertretende Vorsitzende anstelle der ausgeschiedenen Hildegard Schneider ist Dr. Elisabeth-Sous-Braun. Claudia Steinheuer trat aus beruflichen Gründen für das Amt der Schatzmeisterin nicht mehr an, wird dem Verein aber als Beisitzerin erhalten bleiben. Neue Schatzmeisterin ist Gerlinde Liefke-Schmidt. Die Kasse prüfen künftig Rosemarie Pante und Daniel Röber. Geehrt wurden zudem Ulrike Dobrowolny für 15 Jahre im Vorstand und für ihre Vereinszugehörigkeit Klara Rauwald (25 Jahre) und Christel Kirchhoff (15 Jahre).
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