Allgemeine Berichte | 19.09.2017

Neues Heimatbuch über Hilgert

Historie des Ortes anschaulich und spannend geschildert

Hilgert. Die Geschichte von Hilgert ist diejenige seiner Menschen. Unter diesem Leitgedanken steht die neue, auf Fortsetzung angelegte Dokumentation über die Gemeinde und ihre Bewohner. Nach der im Dezember 2013 erschienenen Chronik „Hilgert – Ein Westerwalddorf im Wandel der Zeit“ haben Horst Bartels und Claus-Dieter Schnug nun ein weiteres Werk fertiggestellt, das insgesamt 520 Seiten umfasst. Gegliedert in 26 Kapitel und mehr als 40 Sonderteile wird auf einzigartige Weise wiederum ein Stück Heimat erzählt.

Eine außergewöhnliche Schmetterlingsjagd, die Sanitätskolonne im Einsatz, eine Johannisnacht am Bühl, die Erfolge des Asko vom Eifelblick, das Verschwinden der Gartenzwerge, der einsame Hirte auf dem Feld sowie die Kür des Fußballers des Jahres! – Die Liste der Tatsachenberichte ist lang. Drama und Glück, Politik und Freizeit, Sport und Natur, alles findet sich hier wieder. Zu den vielen Höhepunkten zählen die mit großer Sorgfalt verfassten Reportagen, darunter der bewegende Bericht über die Opfer der Dorfbevölkerung im Zweiten Weltkrieg oder die packende Schilderung der Vertreibung einer Familie aus Oberschlesien und ihre Aufnahme in Hilgert. Breiten Raum nehmen auch die Vereine und ihre Aktivitäten ein. Selbst die Kaninchenzüchter wurden nicht vergessen.

Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf dem Text. Jedem Kapitel ist eine circa zweiseitige Einführung vorangestellt. Darüber hinaus wurden 115 Fotografien und Abbildungen von Originaldokumenten aufgenommen, so zum Beispiel drei Luftaufnahmen, ein Todesurteil aus der Kaiserzeit, eine Panoramaansicht von 1914, mehrere Einwohnerverzeichnisse, eine Ablichtung der alten Straße nach Baumbach aus dem Jahr 1936 sowie ein Foto vom Brückenviadukt im Selbachtal vor Beginn des Autobahnbaus. Im Anschluss an die Stolpersteinverlegung vom 11. März 2017 tauchte zudem ein Bild auf, das Wilhelm Kirchner zusammen mit seiner von den Nationalsozialisten 1943 ermordeten jüdischen Ehefrau Johanna zeigt. Ein besonders bedeutsamer Sonderabschnitt des Buches – nachgezeichnet aus der Sicht eines mutigen Mannes – konnte durch dieses Foto vervollständigt werden. Schließlich wird die Publikation durch ein umfangreiches Personenverzeichnis erschlossen.

„Das Werk ist mit der vor vier Jahren erschienenen Chronik nicht vergleichbar“, erläutert Horst Bartels. „Claus-Dieter Schnug hat diesmal einen völlig anderen Ansatz gewählt, um die Historie unseres Ortes anschaulich und spannend zu schildern. Die Abhandlung ist darüber hinaus durch einen sehr persönlichen Einschlag gekennzeichnet. Es zeigt die Menschen, wie sie lebten, ihren Alltag bewältigten und Schicksalsschläge in schweren Zeiten meisterten. Mir hat es Freude gemacht, erneut die künstlerische Gestaltung zu übernehmen.“ Und er ist sich sicher: „Auch dieses hochinformative Buch wird Maßstäbe setzen.“

Die Auslieferung der Dokumentation durch das Druckhaus Hachenburg wird voraussichtlich Ende September 2017 erfolgen. Ein Teil der etwa 300 Exemplare umfassenden Auflage ist für öffentliche Bibliotheken und Archive, das Bürgermeisteramt, die Verbandsgemeindeverwaltung, die Sonnenfeldschule, die Freiwillige Feuerwehr und den Evangelischen Kindergarten Hilgert reserviert.

Eine Buchvorstellung, zu der alle Einwohner der Gemeinde und historisch interessierte Personen aus der Umgebung eingeladen sind, ist für Oktober vorgesehen. Termin und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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