Allgemeine Berichte | 13.03.2024

„BI lebenswerte Stadt“ eröffnete Jubeljahr mit Blick auf ihr „Kerngeschäft“

Historie, wozu soll die gut sein?

Reges Interesse fanden die Ausführungen von Müller. Foto: Birgit Schneider

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dass es Zeiten gab, in denen es eine Ehre war, sich als Teil von Geschichte zu begreifen und diese, auch architektonisch, weiterzuschreiben, und sich behutsam in lange Traditionen einzufügen, dass es Epochen gab, in denen Reminiszenzen an die Altvorderen selbstverständlich waren, und dass es dann aber zu einem radikalen Bruch kam und wie es dazu kam - auf diesen spannenden und mitreißenden Weg der Bauhistorie nahm Dr. Matthias Müller die knapp 50 Zuhörer zum Festvortrag der BI „lebenswerte Stadt“ mit.

Müller, Dozent für Kunstgeschichte und Vorsitzender des Denkmalrates Rheinland-Pfalz, untermalte seinen eloquenten, kompetenten und kurzweiligen Vortrag durch anschauliches Bildmaterial. Der Titel seines Vortrags: Baukultur und kulturelles Erbe - wozu, wofür, für wen? Seine Thesen: Stadtgestaltung heute zeichnet sich heute durch Empathielosigkeit für das Ererbte, Geschichtsvergessenheit und radikalen Bruch mit der Baukultur aus - aber er wachsen neue Vorstöße, die Moderne und Geschichte miteinander versöhnen.

Überzeugende Ansichten des Fachmanns, die viel Raum eröffneten, das Gehörte auf die Kreisstadt und das eigene Erleben zu übertragen. Ist es nicht bezeichnend, so einer der Teilnehmenden, dass Orte, deren Stadtgestaltung all das berücksichtigt, was das baukulturelle Erbe an Gutem vermittelt, nämlich Kleinteiligkeit, kreativ gestaltete Fassaden, viel Grün und abwechslungsreiche Wegführungen, eine Architektur für Menschen eben, dass sich genau solche Orte nicht retten können vor Interesse, Wohlwollen und Zuzug? Beispiele gibt es aus den vergangenen Jahren reichlich: Potsdam, Frankfurt oder die radikale Umgestaltung der sozialistisch angehauchten Hochhaussiedlungen von Le Plessis-Robinson bei Paris.

Genau solche Fragen nach wertschätzendem Umgang mit Historie und kreativer Weiterentwicklung des Ererbten beschäftigten die BI seit zehn Jahren. In genau diesen Themenfeldern leistet sie tragfähige Vernetzungsarbeit mit kompetenten Partnern, hält sie Auseinandersetzung und Diskussion lebendig, bietet sie starke Formate, die informieren, sensibilisieren und Lösungen aufzeigen.

Der Abend im Café Degen, Hemmessen, setzte zu Jahresbeginn einen starken inhaltlichen Akzent. Man darf gespannt sein, welche Überraschungen die rührige BI noch in ihrem Jubiläumsjahr bereithält. Weitere Informationen zur „lebenswerten Stadt“: https://lebenswertestadt.jimdofree.com/.

Pressemitteilung

der „BI lebenswerte Stadt“

Reges Interesse fanden die Ausführungen von Müller. Foto: Birgit Schneider

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