Allgemeine Berichte | 28.06.2017

Die Nönghüüder des Wallfahrtortes Bruchhausen luden am Wochenende zur Johanneskirmes

Höhepunkt am Samstagabend war der Königsball ihrer Majestäten

Vor dem Königshaus in der Waldstraße präsentierten sich die Bruchhausener Junggesellenmajestäten, Max Marche und Regina Selzer, mit ihren Ehrenpaaren am Samstagabend kurz vor dem Königsball, dem Höhepunkt der Johanneskirmes, die im Wallfahrtsort am Wochenende gefeiert wurde.

Bruchhausen. Reges Treiben herrschte am späten Samstagnachmittag auf dem Kirmesplatz von Bruchhausen rund um das Festzelt, das die Junggesellen wieder neben dem Bolzplatz am Westeingang des Ortes aufgebaut hatten. Bis auf die Rheinbreitbacher, die noch ihren Junggesellenkönig ermittelten, waren die übrigen vier Junggesellenvereine aus der Verbandsgemeinde angereist ebenso wie die Vereine „Frohsinn“ Vettelschoß, aus Ohlenberg und der Junggesellen- und Dorfverein Kalenborn. Sie alle wurden von den Nönghüüder-Offizieren, Hauptmann Felix Schmitt und Leutnant Justus Nietsche zur Wallfahrtskirche beordert, von der aus sich der Festzug, angeführt vom Bruchhausener Blasorchester, zum Königshaus von Max Marche und Regina Selzer aufmachen sollte.

Begonnen hatte die Johanneskirmes des Wallfahrtsortes bereits am Freitagnachmittag. Traditionelle musikalisch unterstützt vom Blasorchester hatten die Junggesellen um ihren Vorsitzenden Philipp Schmitz den Kirmesbaum auf dem Brunnenplatz gegenüber der Kirche Sankt Johann Baptist aufgestellt, um ihren Kirmesmann hoch oben zu platzieren. Weit entfernt vom Kirmesplatz mit dem großen Festzelt, in dem das traditionelle Haxenessen dann großen Zuspruch fand, konnte er, wie in all den Vorjahren, nur davon träumen, von den Feierlichkeiten etwas mitzubekommen, hatte man ihn doch auch noch so auf seiner hohen Warte postiert, dass er nur Richtung Südosten blicken konnte.

Abholung der Majestäten am Samstag

Fast genau entgegengesetzt, in der Waldstraße, warteten am Samstag die jungen Majestäten mit ihren Ehrenpaaren, Pamela Krupp und Matthias Alex sowie Kira Müller und André Schäfer, auf das Eintreffen des Königszuges, den sich auch viele Bruchhausener nicht entgegen lassen wollten. Gut gefüllt waren der Vorhof und der Garten des „Königsburg“, nachdem das Blasorchester die Vereine zur fürstlichen Bewirtung dorthin geführt hatte. Mit dem 1912 vom thüringischen Militärmusiker Rudolf Herzer für das Infanterieregiment 96 komponierten Konzertmarsch „Hoch Heidecksburg“, verkürzten die Musiker den Gästen die Zeit, bis sie endlich den Präsentiermarsch anstimmen konnten. Schnellen Schrittes folgten Max Marche und Regina Selzer ihren Ehrenpaaren durch das lange Spalier farbenprächtiger Fahnen und blitzender Säbeln ins Freie, um sich vor dem Königshaus der jubelnden Menge zu präsentieren.

„Unser neues Königspaar; es lebe hoch - hoch - hoch!“ kommandierte Hauptmann Felix Schmitt bevor die Fähnriche der Nönghüüder und die der Gastvereine zu Ehren der jungen Majestäten die Fahnen schwenkten.

Mit dem Königswalzer wurde die Ballnacht eröffnet

Währenddessen hatte sich unten auf dem Kirmesplatz das Festzelt längst wieder gefüllt, auch wenn die meisten Besucher angesichts der selbst am frühen Abend immer noch sommerlichen Temperaturen die langen Tischreihen im Freien vorzogen. Erst als Pauken und Trompeten, Trommeln, Flöten und Saxophone das Nahen des Königszuges suchten die Gäste im Festzelt einen günstigen Platz, um sich nichts entgehen zu lassen. Nur kurz konnten Max Marche und Regina Selzer vor dem festlich dekorierten Königstisch eine Rast einlegen, denn schon ließen die beiden Offiziere der Nönghüüder die Tanzfläche von den Fahnenschützen für die Majestäten absichern, die sich wenig später im Dreivierteltakt um die in der Mitte postierten Fähnriche mit der jeweiligen Fahne Vereins drehten. Mit ihrem Königswalzer eröffneten sie eine herrliche Ballnacht, zu der wie in den Vorjahren die Party-Band „Four You“ aufspielte und die auch nach dem „Großen Finale“ um Mitternacht längst noch nicht beendet war.

Entsprechend waren viele junge Bruchhausener gar nicht böse, dass sich der für 14 Uhr festgesetzte Festzug, zu dem die Junggesellen aus Erpel, Unkel, Rheinbreitbach und Hausen angereist waren, wegen des Schwenkens um die Bundesmeisterschaft rund 40 Minuten verzögerte. Ebenso wie die Dorfspiele vom Eierlauf bis zum Schubkarrenrennen, nach denen die Nönghüüder mit ihren Mitbürgern die Johanneskirmes langsam ausklingen ließen. Beendet war diese aber natürlich noch nicht, galt es doch am frühen Montagabend den Kirmesmann aus seinem Baumquartier zu befreien. Damit war es auch schon getan mit der Freiheit des armen Kerls, entging der doch seinem obligatorischen Schicksal auch dieses Jahr nicht. Vor dem Festzelt wurde ihm der Prozess gemacht mit dem bekannten Urteilsspruch: „Tod in den Flammen!“, bevor er zur Bruchhausener Johanneskirmes 2018 wie Phönix aus der Asche wieder auferstehen wird.

DL

Höhepunkt am Samstagabend war der Königsball ihrer Majestäten

Im noch leeren Innenhof präsentierten sich die jungen Majestätenmit ihren Ehrenpaaren, Pamela Krupp und Matthias Alexsowie Kira Müller und André Schäfer.

Im noch leeren Innenhof präsentierten sich die jungen Majestäten mit ihren Ehrenpaaren, Pamela Krupp und Matthias Alex sowie Kira Müller und André Schäfer.

Vor dem Königshaus in der Waldstraße präsentierten sich die Bruchhausener Junggesellenmajestäten, Max Marche und Regina Selzer, mit ihren Ehrenpaaren am Samstagabend kurz vor dem Königsball, dem Höhepunkt der Johanneskirmes, die im Wallfahrtsort am Wochenende gefeiert wurde.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
  • Gitta Meyer: Ehrlich,die ganze Idee Buga im Mittelrhein ist falsch. Die Gemeinden sind verschuldet. Schauen sie sich Lahnstein an. Hier ist nichts los. Die Brücke wird bestimmt toll,aber sonst.....
Dauerauftrag 2025
Werksverkauf Anhausen
Anzeige Uhren Vintage
Anzeige Jaadeporz 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Tank leer?
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
Empfohlene Artikel
Ab 04.05.: Bauarbeiten auf der L 306 Höhe Schloss Sayn
12

Bendorf. Ab dem 4. Mai 2026 könnten auf der L 306 in der Nähe des Schlosses Sayn Verkehrsbehinderungen auftreten. Der Grund dafür ist die Errichtung eines Fahrbahnteilers, um die Sicherheit im Verkehr zu erhöhen. Während der Bauarbeiten wird der betroffene Abschnitt der Straße halbseitig gesperrt, wobei der Verkehr durch eine Ampelanlage geregelt wird. Dies kann insbesondere in den Hauptverkehrszeiten zu Wartezeiten führen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
8

„Mähfreier Mai“ und extensive Grünpflege stärken Biodiversität im Stadtgebiet

Alles mähfrei macht der Mai - in Andernach

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
10

Aus dem Polizeibericht

Kontrolle im Rotlichtmilieu

Koblenz. Am Abend des 22.04.2026 führten die Koblenzer Behörden bis in die späten Nachtstunden gezielte Kontrollen im Bereich der illegalen Prostitution durch. Dabei wurden sechs Objekte im Stadtgebiet überprüft, insbesondere Privatwohnungen in der Innenstadt. Anlass der Maßnahmen ist ein längerfristig festgestellter Trend zur Verlagerung der Prostitution in private sowie auch in als Ferienwohnungen genutzte Objekte.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: ROB
10

Aus dem Polizeibericht

Unbekannte zünden Auto an

Vettelschoß. Am Sonntag, den 19.04.2026, wurde um 00:25 Uhr von einem Zeugen ein brennendes Auto in Vettelschoß am dortigen Gemeindezentrum gemeldet. Der Brand konnte durch die örtliche Feuerwehr abgelöscht werden, am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die Schadenshöhe wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Zwischenzeitlich haben die Ermittlungen der Kriminalpolizei Neuwied ergeben, dass es sich um Brandstiftung handelt.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Imageanzeige
Dienstleistungen
Praxis an neuem Standort
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen in Heimersheim
Kooperationsgeschäft
Titel-Eckfeld - Bestellung Nr. 4300003863
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Handwerker im Außendienst
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Minijob
Gesundheit im Blick
Gesundheit im Blick
SB Wahlen
100 Jahre Eifelverein Dernau