Musikfreunde „Wilde Endert“ gestalteten eine Hubertusmesse am Christkönigssonntag
Hörnerklang im Moseldom von Karden
Treis-Karden. Die Hubertusmesse aus dem Tal der Wilden Endert ist in der Stiftskirche St. Castor in Karden schon Tradition. Auch in diesem Jahr boten am Christkönigsfest die Jagdmusikfreunde „Wilde Endert“ unter Hornmeisterin Wilma Wagner eine beeindruckende Messe. Zusammen mit Dekanatskantor Sven Scheuren an der Stumm-Orgel gestaltete die Truppe mit meist französischen Kompositionen von Charles Tyndare, Gustave Rochard, Jules Cantin, Hubert Heinrich und Bearbeitungen von Reinhold Stief einen Gottesdienst, den Pastor Hermann-Josef Floeck zelebrierte.
Der Klang der Parforcehörner, die auch heute noch im jagdlichen Alltag eine wichtige Rolle spielen, ist urig und harzig zugleich. Da diese Instrumente nur mit den Lippen ohne Ventile die Töne bilden, entsteht mit ihnen ein einmaliges Klangerlebnis, was auch im Moseldom von Karden deutlich wurde. Die Akteure der „Wilden Endert“ verfügen über ein reiches Repertoire an Stücken, die sie schon seit Jahren - meist arrangiert von Hornmeister „Josi“ Becker - in vielen Auftritten präsentieren. Mittlerweile gibt es auch Bild- und Tonträger von den Musikfreunden, die im Handel erhältlich sind.
Proben ihres Könnens zeigten die Jagdmusikfreunde nach der Hubertusmesse auf dem Lindenplatz. Dort brachte die „Wilde Endert“ einige Stücke bei windigem Wetter zu Gehör. Als zum Schluss „Kein schöner Land“ erklang, wurden die Darbietungen mit viel Beifall von den Zuschauern bedacht, die trotz Sturm an der St. Castor-Statue ausgehalten hatten. TT
Pastor Hermann-Josef Floeck zelebrierte die Hubertusmesse mit einem weiteren Geistlichen am Christkönigssonntag.
