Allgemeine Berichte | 29.01.2020

Gläubige feiern „Klein Apollinaris“ in Remagen

Hoffnung auf Segen und Fürsprache des Heiligen

Wallfahrt erinnert an die Rückkehr des Kopfreliquars mit dem Heiligen Haupt

Viele Gläubige ließen sich nach den Gottesdiensten das Heilige Haupt aufesetzen. Foto: AB

Remagen. Über ein volles Gotteshaus konnten sich am Wochenende die Brüder und Schwestern der „Gemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“ um Rektor Pater Bartholomé van Outheusden freuen. Viele Gläubige hatten sich auf den Weg gemacht, um sich bei „Klein Apollinaris“ das sogenannte „Heilige Haupt“ mit den Reliquien des heiligen Apollinaris aufsetzen zu lassen. Wie Pater Bartholomé zu Beginn der Festmesse am Samstag erläuterte, ist das Fest Klein Apollinaris zurückzuführen auf die Rückkehr der Reliquie des Heiligen von Düsseldorf nach Remagen im Jahr 1826. Zunächst wurde die Reliquie nach der Rückkehr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul aufbewahrt. 1857 wurde sie auf den Apollinarisberg in die dortige Kirche gebracht.

Wie Pater Bartholomé betonte, stand auch das Klein-Apollinaris-Fest unter dem Leitwort der großen Apollinaris-Wallfahrt im vergangenen Sommer: „Mir geschehe nach deinem Wort.“ In der Predigt, die Pater Bartholomé an das gehörte Matthäus-Evangelium anlehnte, betonte der Rektor, dass auch der heilige Apollinaris ein Menschenfischer sei, denn: „Er hat Sie gerufen.“ Und sie kamen: die vielen Gläubigen, die sich durch das Aufsetzen der Büste Linderung eines Leidens oder Fürsprache bei Gott erhoffen.

Ob bei den Rosenkranzgebeten, den heiligen Messen oder der Pilgerandacht, die Apollinariskirche war vollbesetzt mit Gläubigen, von denen sich viele nach den Gottesdiensten das Heilige Haupt aufsetzen ließen. Mit einem breit aufgestellten geistlichen Programm feierte die Glaubensgemeinschaft „Klein Apollinaris“. Am Samstag wurde die silberne Büste des Heiligen Bischofs und Märtyrers aus der Gruft erhoben, in den linken Altarraum verbracht, mit Weihrauch feierlich geehrt und nach der Pilgerandacht am Sonntag wieder in den Sarkophag verbracht, wo sie bis zur großen Apollinaris-Wallfahrt ab dem 26. Juli bleibt.

Beeindruckend war bei den Festmessen und Pilgerandachten die musikalische Gestaltung mit emotionalen Liedern, begleitet von E-Piano und Gitarren. Am Sonntag wurde die Festmesse verschönert durch den Gesang des Apollinaris-Chores. Nach den Gottesdiensten, die mit dem Segen durch das Heilige Haupt endeten, lud die Klostergemeinschaft die Gläubigen zur Begegnung ins Kloster ein.

Ein Blick in die Historie

Im Januar 1826 wurde die Reliquie vom damaligen Bürgermeister Anton A. Queckenberg, Vikar Baur und dem Stadtrat Hoffmann nach einem vorher genau schriftlich festgelegten Prozedere (wo und wann wird übernachtet, wo wird jeweils die Reliquie deponiert) in Düsseldorf abgeholt. Am 21. Januar startete die Remagener Delegation und erreichte am 25. Januar 1826 wieder ihre Heimatstadt. Die Remagener Bevölkerung ging in einer großen Prozession den Heimkehrern entgegen und bereitete den Gebeinen des heiligen Apollinaris am Unkelstein einen herzlichen Empfang. Unter Gebet und Gesang begleitete man die Reliquie in die Pfarrkirche St. Peter und Paul. An diese Rückkehr erinnert das Fest „Klein Apollinaris“. Auf den Apollinarisberg kehrte das Kopfreliquiar erst im Jahr 1857 zurück, nachdem die neugotische Apollinariskirche eingesegnet worden. AB

Viele Gläubige ließen sich nach den Gottesdiensten das Heilige Haupt aufesetzen. Foto: AB Foto: Martin Gausmann

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  • Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!

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