Allgemeine Berichte | 19.03.2016

Neue touristische Möglichkeiten wurden ausgelotet

Holzbachtalbahn fuhr „zurück in die 60er“

Insgesamt 300 Eisenbahnfreunde nahmen Teil an den beiden Sonderfahrten der Holzbachtalbahn. privat

Region. Seit 1887 war die Holzbachtalbahn von Siershahn über Dierdorf nach Altenkirchen 97 Jahre lang fester Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs. Dann, am 2. Juni 1984, endete dieses Kapitel Westerwälder Bahngeschichte. Seit dem wird die Strecke nur noch im Güterverkehr bedient.

Doch auch der steht zurzeit wieder einmal zur Disposition. Neue Kunden werden gesucht und die Einnahmesituation muss verbessert werden. Eine Möglichkeit dazu bietet sich im Tourismus. Mit dem Premiumwanderweg Westerwaldsteig und den Arbeiten zur Reaktivierung der Brexbachtalbahn von Siershahn bis an den Rhein wäre ein Zugverkehr von Neuwied bis nach Altenkirchen denkbar.

Wiedas funktioniert erlebten Anfang März insgesamt 300 Eisenbahnfreunde aus dem In- und Ausland, die sich die vom Verein Brexbachtalbahn organisierten Westerwaldrundfahrten „Zurück in die 60er“ nicht entgehen ließen. Darunter war auch Horst Klein, Geschäftsführer der Westerwaldbahn.

Im Bahnhof Puderbach wurde ein Zwischenstopp eingelegt zum Informationsaustausch mit Volker Mendel, Verbandsbürgermeister der VG Puderbach, und Hajo Jordan, Organisator des weit über die Region bekannten Weihnachtsmarktes. Der ist seit fünf Jahren schon feste Station des Nussknackerexpress von Montabaur, der jährlich viele Familien und Kinder in die historischen Züge der Brexbachtalbahn in das Holzbachtal lockt.

„Ein saisonaler touristischer Ausflugsverkehr auf der Strecke wäre ein echter Gewinn und eine Attraktion, vor allem in Verbindung mit der Brexbachtalbahn und der möglichen Anbindung an die zahlreichen Wanderwege“, sind sich Horst Klein und Volker Mendel sicher.

Pressemitteilung

Brexbachtalbahn e. V.

Insgesamt 300 Eisenbahnfreunde nahmen Teil an den beiden Sonderfahrten der Holzbachtalbahn. Foto: privat

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