Städtepartner aus Yerres beschenkten die Vulkanstadt Mendig
Holzskulptur „Pandore“
Alexandre Berlioz stellte sein Kunstwerk am Lava Dome vor
Mendig. Am Tag der offiziellen Eröffnung des Mendiger Gambrinusfestes und der feierlichen Ernennung des neuen Ehrenbrauers Elmar Schmitz, hatte Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel zur Vorstellung eines Geschenkes der Partnerstadt Yerres anlässlich der in diesem Jahr seit 50 Jahren bestehenden Freundschaft eingeladen. Dabei handelte es sich um eine über drei Meter hohe Skulptur, die von dem 36-jährigen französischen Bildhauer Alexandre Berlioz aus Jahrhunderte altem Eichenholz geschaffen wurde. Die offizielle Einweihung des Kunstwerks findet im September statt. Während die Vorsitzende des deutsch-französischen Freundeskreises Monique Cassoll mit einer Abordnung aus Yerres sowie einige Mitglieder des Mendiger Freundeskreises sich auf der Wiese an der Rückseite des Lava Domes vor der Holzskulptur eingefunden hatten, sprach Alexandre Berlioz über sein Werk, dem er den Namen „Pandore“ verlieh. „Als man mir bei der Suche nach einem geeigneten Material eine mehrere hundert Jahre alte Eiche vorstellte, die zum Sterben verurteilt war, wusste ich sofort, dass ich „Pandore“ nur aus diesem Holz schaffen konnte“, so der aus Südfrankreich stammende Bildhauer.
Der Name „Pandore“ stammt aus der griechischen Mythologie („Pandora“). Demnach wurde Pandora auf Geheiß des Göttervaters Zeus von Hephaistos aus Lehm geschaffen, um Rache für den Diebstahl des Feuers durch Prometheus zu nehmen. Pandora erhielt zu diesem Zweck eine Büchse, die alle Übel der Welt sowie die Hoffnung enthält. Um sie verführerisch zu gestalten, wurde Pandora von den Göttern mit vielen Gaben wie Schönheit, musikalischem Talent, Geschicklichkeit, Neugier und Übermut ausgestattet. Aphrodite schenkte ihr Liebreiz, Athene schmückte sie mit Blumen, und Hermes verlieh ihr eine bezaubernde Sprache. Dieser gab ihr auch schließlich den Namen Pandora. Alexandre Berlioz sagte zu seiner „Pandore“: „Ich habe dieser „Wunderdose“, die in Wirklichkeit alle Schmerzen der Humanität birgt, meine Referenz erwiesen, weil ich glaube, dass man sich, bevor man handelt, des Guten und des Bösen bewusst sein muss.“ Auf die Frage von „Blick aktuell“, warum die Holzskulptur ausgerechnet am Lava Dome platziert wurde, sagte Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel: „Ich war - ebenso, wie meine Beigeordneten - der Meinung, dass es sich hier um einen idealen Platz handelt, unsere seit 50 Jahren bestehende Städtepartnerschaft mit Yerres deutlich zu machen, da hier nicht nur täglich zahlreiche Autos vorbei fahren, sondern das Kunstwerk auch von den unzähligen Besuchern des Lava Domes betrachtet werden kann.“ FRE
