Katholischen Kita St. Medard
Honig schleudern mit Annette Dilla
Weitere Aktion der Initiative "Sag JA zur Biene!"
Bendorf. Obwohl die Bendorfer Lehrerin Annette Dilla schon in den Sommerferien ist, lädt sie einige bienenbegeisterte Kinder der Katholischen Kita St. Medard zum Honigschleudern ein. Auch sie sagt natürlich „JA zur Biene!“ und weiß um das Kindergarten-Projekt. Seit zwei Jahren ist sie selber begeisterte Imkerin und gründete in der Medardus Grundschule Bendorf eine Bienen-AG, um den Schülern die Wichtigkeit der Bienenhaltung zu vermitteln.
Die „Kita-Honig-Lehrlinge“ werden freudig von Annette Dilla in ihrem vorbereiteten Honigraum empfangen. Bevor der Honig nun geschleudert wird, erfahren die Kinder noch einmal den Werdegang von der Biene zum Honig.
Die Biene befliegt Blüten, die Nektar abgeben. Dieser Nektar wird gesammelt und in den Wabenzellen eingelagert. Da der Nektar noch zuviel Wasser enthält, braucht es viele Bienen im Stock, die Wasser entziehen können. Ansonsten würde der Honig schimmeln. Sobald die Bienen fertig sind mit der Verdickung des süßen Saftes, machen sie einen Wachsdeckel darüber. Das ist das Zeichen für den Imker, dass der Honig fertig ist. Während Annette Dilla das erzählt, holt sie eine volle Bienenwabe aus der mitgebrachten Kiste und reicht sie jedem Kind, um fühlen zu lassen wie schwer sie sein können. „Da klebt manchmal schon der Honig eines ganzen Glases drin“, so ihre Erfahrung. Der Reihe nach werden die Waben auf einen dafür vorgesehenen Ständer gestellt, um mit einer Entdeckelungsgabel geöffnet zu werden. „Achtung, aufgepasst, die ist sehr spitz“. Jedes Kind und jede Erzieherin darf das Wabenöffnen einmal üben. Das ist spannend. Lea: „Huch, ich kann den Honig schon sehen, er sieht aus wie richtiger Honig!“
Das abgeschabte Wachs wird in einem Behälter gesammelt und später wieder zu Wachsplatten für die Wabenrähmchen verarbeitet. Die Kita-Jungimker sind begeistert bei der Sache. Nachdem alle Waben geöffnet sind, werden sie endlich in die große Honigschleuder gesteckt und Annette Dilla drückt auf den Schleuderknopf. Gespannt werden alle Arbeitsgänge verfolgt. Ein wenig vorwärts drehen, ein wenig rückwärts drehen, Wabe umdrehen, und wieder ein wenig vorwärts drehen, ein wenig rückwärts drehen. Und da kommt er, der goldscheinende süße Bienenhonig. Er läuft unten am geöffneten Hahn der Zentrifuge über ein feines Sieb in den großen Honigeimer. Im Sieb werden die kleinen noch vorhandenen Wachsteilchen aufgefangen. „Geschafft! Der Honig ist fertig“. Mit einem gefüllten Glas und neuer Wissensfreude wird auf dem Rückweg in den Kindergarten ein Honigfrühstück mit frischen Brötchen geplant. „Ein großer Dank an dieser Stelle gilt Anette Dilla, die mit Herzenswärme ihr Imkerengagement erfolgreich vermitteln konnte und ihre Zeit zur Verfügung gestellt hat“, danken es die Kita-Aktiven.
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