Allgemeine Berichte | 15.09.2023

Krankenhaus Remagen unterstützt die Gewebespende:

Hüftkopfspende eröffnet viele Möglichkeiten

v.l.n.r.: Chefarzt Dr. Tobias Greiner und Facharzt Sven Funke.  Foto: Kerstin Güntzel

Remagen. Ein interessantes Interview mit Sven Funke, einem Facharzt der Orthopädie und Unfallchirurgie im Krankenhaus Maria Stern Endoprothetik, beleuchtet einen innovativen Ansatz in der medizinischen Praxis – die Hüftkopfspende. Dieses Gespräch gewährt Einblicke in ein Projekt, das nicht für medizinische Fortschritte im Krankenhaus Remagen steht, sondern auch eine beeindruckende Solidarität unter den Patienten fördert. Im Jahr 2022 begann das Krankenhaus mit einem bemerkenswerten Projekt, der Hüftkopfspende als Teil der Endoprothetik. Bei Hüftendoprothesen haben Patienten, die sich bereits für den Eingriff entschieden haben, die Möglichkeit, durch die Spende des Hüftkopfes einen zusätzlichen Beitrag zu leisten. Der Orthopäde betont, dass die Spende freiwillig ist und keinerlei Nachteile für die Patienten mit sich bringt. Der chirurgische Eingriff verläuft für die Spender unverändert.

Der Hüftkopf, der normalerweise während des Eingriffs entfernt wird und sonst verworfen, hat einen Durchmesser von etwa 4,5 bis 6 Zentimetern. Viele Patienten wissen jedoch nicht, dass der Knochen wertvolles Gewebe enthält, das anderen Patienten helfen kann. Nach der Entnahme wird der Knochen aufbereitet und als Gewebespende zur Verfügung gestellt. Das Krankenhaus arbeitet mit einem externen Dienstleister zusammen, der die Aufbereitung und Weiterverarbeitung des Knochens übernimmt. Facharzt Sven Funke betont, dass nicht alle medizinischen Einrichtungen diesen Ansatz verwenden.

Von den in Remagen gespendeten Hüftkopf haben deutschlandweit bereits 80 Patienten im Jahr 2022 profitiert, und die Zahl wächst stetig. Chefarzt Dr. Tobias Greiner und sein orthopädisches Team danken den Spendern, die sich bereit erklärt haben, Teil dieses innovativen Projekts zu sein. Das Krankenhaus erhielt ein Zertifikat, das die erfolgreiche Umsetzung und den Beitrag der Spender würdigt. Das Projekt wurde strengen Vorschriften und Zertifizierungen unterzogen, um die Sicherheit und den Nutzen für die Patienten zu gewährleisten.

Die Hüftkopfspende steht nicht nur für medizinischen Fortschritt, sondern auch für beeindruckende Solidarität im Gesundheitswesen. Die Spender, die anderen geholfen haben, sind wahre Helden, die die Lebensqualität vieler Menschen verbessern. Und das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen ist ein Teil davon.

Pressemitteilung

Verbundkrankenhaus

Linz-Remagen

v.l.n.r.: Chefarzt Dr. Tobias Greiner und Facharzt Sven Funke. Foto: Kerstin Güntzel

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