Einschulung an der Bad Breisiger Lindenschule
I-Dötzchen und Schultüten bestimmten den ersten Schultag
Bad Breisig. „Großer Bahnhof“ auf dem Schulhof der Bad Breisiger Lindenschule. Vor dem Eingang der Turnhalle wartete eine Menschenmenge auf Einlass. Wer genau hinschaute, sah hier und dort bunte Zipfel über den Köpfen: Schultüten, zum Teil in den Kindergärten selbst gebastelt.
Ja, am Dienstag nach den Sommerferien war für die Erstklässler aus Bad Breisig und Umgebung der große Tag gekommen: Einschulung in der Lindenschule.
Der aufregende Tag startete mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Marienkirche. Bei der anschließenden Einschulungsfeier in der Turnhalle der Grundschule sollten die „I-Dötzchen“ so richtig Lust auf die folgenden Jahre an ihrer Schule bekommen. Die Drittklässler zeigten nämlich, perfekt moderiert von Nora und Felix aus der Fuchsklasse, ein buntes Programm. Sie sangen, tanzten und flöteten in immer flotterem Rhythmus bis hin zum Swing (übrigens ohne einen einzigen falschen Ton zu produzieren). Ein kleines Mädchen aus dem Publikum - schätzungsweise zwei Jahre alt - büxte währenddessen ihrem Vater aus und wollte „bewaffnet“ mit einem Schnuller die Bühne erstürmen, weil da so viel los war. Kurz vor der Bühnentreppe konnte sie eingefangen werden.
Die Schulleiterin Jana Hrabowski gab sich sehr viel Mühe, den Kindern den Schuleinstieg so schmackhaft wie möglich zu machen und begann mit dem Satz: „Wir haben uns schon so auf Euch gefreut.“ Sie erzählte die Geschichte vom Löwen Leo, der an seinem ersten Schultag ziemliches Magengrummeln vor Aufregung hatte.
Als er dann in der Schule die anderen Tiere traf, sah er, dass zwar jedes Tier anders war, aber jedes von ihnen auch etwas Besonderes konnte, man also gar keine Angst haben musste, sich zu blamieren. Nach dieser Geschichte ging die Schulleiterin mit dem Mikro auf die neuen Schüler zu und fragte, was man denn in der Schule so lernt?
Die Kinderfingerchen zeigten nach oben: Lesen, Buchstaben, Mathe lauteten die Antworten, dann doch etwas überraschend „Naturwissenschaft“. Und ein Junge, der aufgezeigt hatte, antwortete schließlich in der Aufregung: „Ich habe es wieder vergessen“.
Anschließend begrüßte Verbandsgemeindebürgermeister Bernd Weidenbach die Erstklässler. Er versicherte den so zahlreich anwesenden Eltern, Großeltern und Verwandten, dass die Kinder in der Lindenschule in besten Händen seien. Diese Schule sei für ihren liebevollen Umgang mit ihren Schülern bekannt. Der Verbandsbürgermeister war nicht mit leeren Händen gekommen, sondern hatte für jede der neuen Klassen einen Umschlag mitgebracht.
Damit nicht genug, bekam jeder Erstklässler auch noch eine Eintrittskarte für eine Märchenaufführung im Winter mit den Worten geschenkt: „Wenn Ihr dann im Winter zusammen zur Aufführung geht, habt Ihr Euch schon lange gut kennengelernt“.
Doch damit war der erste Schultag noch nicht zu Ende. Denn die „Neuen“ durften noch durch das Spalier aus Zweit-, Dritt- und Viertklässlern stolzieren.
Und dann war es endlich soweit, dass die I-Dötzchen mit ihren neuen Lehrerinnen Frau Ritzer (Affenklasse 1a), Frau Heckenbach (Waschbärklasse 1b), Frau Jockel und Frau Krieger-Dung (Pinguinklasse 1c) sowie Frau Schirmbeck (Luchsklasse 1d) „ihren“ Klassenraum erkunden konnten, um ihre allererste Schulstunde zu erleben. Die in der Zwischenzeit gespannt wartenden Eltern und Verwandten wurden vom Förderverein mit Kaffee bewirtet und konnten dann wieder ihre strahlenden Kinder in Empfang nehmen.
KMI
Der „Klassiker“ für das Fotoalbum: Der 6-jährige Erstklässler Adrian und seine Eltern posieren am Eingang der Lindenschule vor der Tafel „Mein erster Schultag“.
Schulleiterin Jana Hrabowski erzählte den neuen Schülern eine nette Tiergeschichte, die ihnen die Angst vor dem 1. Schultag nahm.
